Wasserhärte in Thüringen

Durchschnittliche Wasserhärte: 18,6 °dH
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Landkreise in Thüringen

Landkreis Durchschnitt Bereich
Altenburger Land 20,2 °dH hart
Eichsfeld 18,7 °dH hart
Erfurt (kreisfrei) 30 °dH hart
Gera (kreisfrei) 22,3 °dH hart
Gotha 18,4 °dH hart
Greiz 18,9 °dH hart
Hildburghausen 15,5 °dH hart
Ilm-Kreis 11,9 °dH mittel
Jena (kreisfrei) 18 °dH hart
Kyffhäuserkreis 26,5 °dH hart
Nordhausen 21,1 °dH hart
Saale-Holzland-Kreis 18,2 °dH hart
Saale-Orla-Kreis 15,5 °dH hart
Saalfeld-Rudolstadt 11,5 °dH mittel
Schmalkalden-Meiningen 15,2 °dH hart
Sonneberg 9,4 °dH mittel
Suhl (kreisfrei) 2 °dH weich
Sömmerda 24,8 °dH hart
Unstrut-Hainich-Kreis 30,4 °dH hart
Wartburgkreis 18 °dH hart
Weimar (kreisfrei) 18,9 °dH hart
Weimarer Land 19 °dH hart
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Größte Städte in Thüringen

Thüringen gehört beim Thema Trinkwasserhärte zu den auffälligsten Bundesländern Deutschlands. Mit einem Landesdurchschnitt von fast 21 Grad deutscher Härte liegt der Freistaat knapp hinter Sachsen-Anhalt und damit auf dem zweiten Platz unter allen Bundesländern. Die Spanne reicht dabei von 2 bis 41 Grad — eine Bandbreite, die die geologische Vielfalt des grünen Herzens Deutschlands gut beschreibt. Der Hauptgrund für die hohen Härtewerte liegt im Thüringer Becken. Dieses flache Hügelland zwischen Erfurt, Weimar und Jena ist geprägt von Muschelkalk und Buntsandstein, darunter lagern teils mächtige Zechstein-Sedimente. Der Muschelkalk ist eine Formation aus der Triaszeit, die reich an Kalk und Dolomit ist. Grundwasser, das durch diese Schichten wandert, nimmt enorme Mengen an gelösten Carbonaten auf. In Teilen der Kyffhäuserregion und des Thüringer Beckens überschreiten die Härtewerte regelmäßig 30 Grad, in Extremfällen auch 40 Grad. Ein weiterer Hotspot für hartes Wasser ist das Eichsfeld im Nordwesten des Landes. Auch hier herrschen Muschelkalk und kalkhaltige Sedimentgesteine vor. Der Unstrut-Landkreis im Nordosten und das Südthüringen rund um Hildburghausen weisen ebenfalls erhöhte Werte auf. Den Gegenpol bildet das Thüringer Schiefergebirge im Osten und Süden. Zwischen Saalfeld, Rudolstadt und dem Rennsteig tauchen Schwarzschiefer, Phyllite und Quarzite auf, die praktisch kalkfrei sind. Flüsse wie die Saale in ihrem Oberlauf und die Schwarza führen hier weiches Wasser aus einem Einzugsgebiet mit sehr geringer Mineralstoffabgabe. Talsperren wie die Bleilochtalsperre oder die Hohenwarte-Talsperre speichern dieses weiche Wasser für die Versorgung der Region. Für Erfurt, Weimar oder Jena bedeutet das hartes bis sehr hartes Wasser, das an Armaturen, Duschköpfen und in Haushaltsgeräten sichtbare Spuren hinterlässt. Im Oberfrankennahen Süden des Landes hingegen läuft das Wasser durchs Haus, ohne nennenswerte Ablagerungen zu hinterlassen. Wer von einer Region in die andere zieht, spürt den Unterschied schnell im Alltag.