Wasserhärte in
Deutschland

Wie hart ist Ihr Wasser?

Wasserhärte, Wasserversorger und praktische Tipps für über 11.000 Gemeinden in Deutschland.

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Was ist Wasserhärte?

Die Wasserhärte gibt an, wie viel Calcium und Magnesium im Trinkwasser gelöst sind. Je mehr dieser Mineralien enthalten sind, desto „härter“ ist das Wasser. In Deutschland wird die Wasserhärte in Grad deutscher Härte (°dH) gemessen – international sind auch die Einheiten °fH (Frankreich), mmol/l oder ppm gebräuchlich.

Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) teilt Trinkwasser seit 2007 in drei Härtebereiche ein: weich (unter 8,4 °dH), mittel (8,4 bis 14 °dH) und hart (über 14 °dH). Die frühere Einteilung in vier Härtegrade ist nicht mehr gültig.

Die Wasserhärte hängt von der Geologie Ihrer Region ab. Gebiete mit Kalkstein, Dolomit oder Muschelkalk haben typischerweise hartes Wasser. Regionen mit Granit, Gneis oder Sandstein liefern eher weiches Wasser. Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei etwa 16 °dH – das bedeutet: Die meisten Deutschen haben hartes Leitungswasser.

Die drei Härtebereiche im Überblick

Weich

< 8,4 °dH

Kaum Kalkablagerungen, geringerer Waschmittelbedarf, längere Lebensdauer von Geräten. Typisch in Regionen wie dem Schwarzwald, Harz oder Erzgebirge.

Weiches Wasser im Detail

Mittel

8,4 – 14 °dH

Ausgeglichenes Verhältnis. Kalkablagerungen entstehen langsam, Waschmittel wirkt gut. Idealer Bereich für die meisten Haushaltsanwendungen.

Vergleichstabelle

Hart

> 14 °dH

Sichtbare Kalkablagerungen, höherer Waschmittelbedarf, regelmäßiges Entkalken nötig. Besonders verbreitet in Bayern, Franken und Brandenburg.

Hartes Wasser im Detail

Wasserhärte in Deutschland: Regionale Unterschiede

Die Wasserhärte variiert in Deutschland deutlich – von unter 4 °dH im Schwarzwald bis über 25 °dH in Teilen Bayerns. Entscheidend ist der Untergrund: Fließt das Grundwasser durch Kalkgestein, reichert es sich mit Calcium- und Magnesium-Ionen an und wird hart. In silikathaltigen Gesteinen wie Granit oder Gneis passiert das kaum – das Wasser bleibt weich.

Besonders weiches Wasser findet sich in Mittelgebirgen mit silikatischem Grundgebirge: im Schwarzwald, Bayerischen Wald, Harz, Erzgebirge und Sauerland. Die Werte liegen dort oft unter 6 °dH.

Besonders hartes Wasser tritt in Kalkgebieten auf: auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb, im Alpenvorland und in Teilen von Brandenburg. Hier sind Werte zwischen 18 und 25 °dH typisch – in Einzelfällen auch darüber.

In Großstädten gibt es zudem oft mehrere Versorgungszonen mit unterschiedlichen Härtewerten. Berlin hat je nach Bezirk 14 bis 21 °dH, Hamburg zwischen 8 und 17 °dH, München liegt konstant bei etwa 16 °dH. Den exakten Wert für Ihren Ort finden Sie oben über die Suche.

Was bedeutet Wasserhärte für Ihren Haushalt?

Spülmaschine richtig einstellen

Die richtige Härteeinstellung verhindert Glaskorrosion und sorgt für saubere Ergebnisse. Bei weichem Wasser Stufe 0-1, bei mittlerem 2, bei hartem Wasser 3-4 wählen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen.

Waschmittel richtig dosieren

Bei hartem Wasser binden Calcium-Ionen die Waschmittel-Tenside. Daher mehr Waschmittel oder zusätzlich Wasserenthärter-Tabs verwenden. Bei weichem Wasser deutlich weniger dosieren.

Geräte schonen

Hartes Wasser verkalkt Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Boiler. Ein Millimeter Kalk auf dem Heizstab erhöht den Energieverbrauch um etwa 10 %. Regelmäßiges Entkalken verlängert die Lebensdauer deutlich.

Gesundheit und Ernährung

Die Wasserhärte hat keinen Einfluss auf die Gesundheit. Deutsches Leitungswasser ist unabhängig von der Härte bedenkenlos trinkbar. Hartes Wasser liefert sogar nennenswerte Mengen an Calcium und Magnesium.

Häufige Fragen zur Wasserhärte

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