Wasserhärte in Dresden

PLZ 01067 · Dresden, Sachsen

8 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

SachsenEnergie AG

Website

Praktische Tipps bei 8 °dH

Spülmaschine

Bei 8 °dH in Dresden reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Dresden liegt mit 8 °dH 6,8 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Dresden
8
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Dresden liegt mit 8 °dH 6,7 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Dresden
8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bannewitz 9,1 °dH mittel
Radebeul 10,6 °dH mittel
Freital 10,6 °dH mittel
Heidenau 9,1 °dH mittel
Kreischa 9,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Dresden

22,7 °dH — was steckt dahinter? Unter Dresden trifft Elbtalwasser auf ein Landschaftsbild, das den Härtewert prägt. Die Stadt liegt in einem weiten Tal der Elbe, eingerahmt von den grundgebirgsnahen Hängen des Elbsandsteingebiets im Osten, den kiesigen Flusssedimenten der Elbe und den Lössdecken der Lösshügellandschaft im Westen und Norden. Dort, wo das Wasser durch sandige und kiesige Schichten fließt, löst es weniger Calcium und Magnesium aus dem Untergrund als in Gegenden mit Muschelkalk oder stark karbonathaltigem Gestein. Deshalb fällt das Dresdner Trinkwasser weich aus. Die Elbe selbst ist hier kein Trinkwasserbrunnen, aber ihr Tal bestimmt die Hydrogeologie: breite Auen, junge Sande, Kiese und gut durchlässige Schichten sorgen für ergiebige Grundwasservorkommen mit geringer Mineralisierung. Auch die Nebenräume an Weißeritz, Lockwitzbach und Prießnitz tragen dazu bei, weil sie das Grundwasser laufend neu speisen und verdünnen. Das Wasser kommt in Dresden aus einem Mix aus Grundwasser und Uferfiltrat, ergänzt durch Fernwasser aus den Talsperren des Osterzgebirges. Zuständig ist die DREWAG, heute SachsenEnergie. Wichtige Gewinnungsgebiete liegen an den Elbauen und in den Wasserfassungen südlich und südwestlich der Stadt, etwa im Raum Hosterwitz, Hellerau und in den Dresdner Vororten mit ihren Brunnenfeldern. Hinzu kommt aufbereitetes Talsperrenwasser, das aus dem Gebiet der Talsperre Klingenberg und weiteren Speicheranlagen des Erzgebirges in das Versorgungsnetz eingespeist wird. Diese Kombination stabilisiert die Versorgung und hält die Härte im weichen Bereich, selbst wenn die Flüsse der Stadt nach Regen oder Schneeschmelze stärker schwanken. Das Wasser ist damit kein Produkt eines einzelnen Quellorts, sondern eines fein abgestimmten Verbunds aus Brunnen, Flussnähe und Speicherwasser. Gegenüber vielen Nachbarorten wirkt Dresden deutlich milder. Im Osterzgebirge und auf den härteren Gesteinen weiter südlich steigt die Härte oft an, weil dort mehr Mineralien aus dem Untergrund gelöst werden. Auch Richtung Meißen, Freital oder in Teilen des Elbtals ändern sich die Werte je nach Brunnenfeld und geologischer Unterlage spürbar. Dresden bleibt dank seiner sandigen Talfüllungen und der Mischung aus Grundwasser und Talsperrenwasser auf der weichen Seite. Das passt zur Lage zwischen Elbe, Heide und den ersten Höhen des Erzgebirges. Wer hier Wasser zapft, bekommt deshalb kein hartes Kalkwasser aus Kalksteinzügen, sondern ein Dresdner Produkt aus Talgeologie, Flussnähe und regionaler Wassertechnik.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: SachsenEnergie AG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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