Wasserhärte in Sachsen
Durchschnittliche Wasserhärte:
14,8 °dH
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Landkreise in Sachsen
| Landkreis | Durchschnitt | Bereich |
|---|---|---|
| Bautzen | 8 °dH | weich |
| Chemnitz (kreisfrei) | — | |
| Dresden (kreisfrei) | 8 °dH | weich |
| Erzgebirgskreis | — | |
| Görlitz | — | |
| Leipzig (kreisfrei) | 16,8 °dH | hart |
| Leipzig | 20,3 °dH | hart |
| Meißen | 12 °dH | mittel |
| Mittelsachsen | 27,6 °dH | hart |
| Nordsachsen | 14 °dH | mittel |
| Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | 9,5 °dH | mittel |
| Vogtlandkreis | — | |
| Zwickau | 5,7 °dH | weich |
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Größte Städte in Sachsen
Sachsen liegt im Bundesvergleich bei der Wasserhärte genau in der Mitte. Der Landesdurchschnitt von knapp 14,8 Grad deutscher Härte entspricht dem deutschen Mittel. Doch auch hier gilt: Der Durchschnitt verbirgt erhebliche regionale Unterschiede, die vor allem durch die Vielfalt des Freistaats im Untergrund bedingt sind.
Das Erzgebirge im Süden ist das weichste Wasser-Reservoir des Landes. Die kristallinen Gesteine — Granit, Gneis, Glimmerschiefer — geben kaum Kalk an das Sickerwasser ab. In Ortschaften des Erzgebirgskreises, im Bereich von Aue, Schwarzenberg oder Annaberg-Buchholz, liegen die Härtewerte häufig unter 7 Grad. Flüsse wie die Zwickauer Mulde, die Freiberger Mulde und die Zschopau entspringen hier und führen entsprechend weiches Wasser.
Die Trinkwasserversorgung in vielen Erzgebirgs-Kommunen stützt sich auf Talsperren, die das weiche Regenwasser dieser Mittelgebirgslandschaft aufnehmen. Die Talsperre Cranzahl oder die Speicher im Osterzgebirge sind typische Beispiele. Das hat zur Folge, dass die Wasserversorgung teils aus technischen Gründen in diesen Gebieten sehr weiches Wasser liefert, das sogar eine Aufhärtung im Aufbereitungsprozess erfahren kann, um Rohre vor Korrosion zu schützen.
Im Norden und Osten des Freistaats ändert sich das Bild. In der Lausitz, der Sächsischen Schweiz und in Teilen der Leipziger Tieflandsbucht sorgen Kalkstein, Kreide und kalkhaltige Lockersedimente für höhere Härtewerte. Rund um Dresden, Bautzen und Görlitz können die Werte 20 bis 29 Grad erreichen. Die Elbe, die Sachsen von Südost nach Nord durchzieht, führt in ihrem Oberlauf noch vergleichsweise weiches Wasser, nimmt aber auf ihrer Reise durch die kalkreichen Tieflagen zunehmend Mineralstoffe auf.
In Leipzig und Umgebung wird Trinkwasser teils aus der Elster und deren Speichern gewonnen, was zu mittleren Werten im Bereich von 14 bis 18 Grad führt. Für Bewohner des Freistaats lohnt sich also ein Blick auf die Versorgungszone — je nachdem ob man im Erzgebirge oder in der Oberlausitz lebt, sind die praktischen Unterschiede bei Kalk in Geräten erheblich.
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