Quellen & Methodik
Damit Sie nachvollziehen können, woher die Daten kommen, wie wir sie aufbereiten und welche Grenzen sie haben.
1. Wasserhärtewerte
Primärquellen
Die zentrale Datenbasis sind die veröffentlichten Trinkwasseranalysen der Wasserversorger. Nach der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sind alle Versorger verpflichtet, ihr Trinkwasser regelmäßig auf eine Reihe von Parametern zu untersuchen und ihren Kunden mindestens jährlich eine Analyse zugänglich zu machen. Diese Analysen enthalten typischerweise:
- Gesamthärte in °dH und mmol/l Calciumcarbonat
- Calcium- und Magnesium-Konzentration in mg/l
- Weitere Mineralstoffe (Natrium, Kalium, Sulfat, Chlorid)
- Nitrat, Nitrit, pH-Wert
- Mikrobiologische Parameter (E. coli, Coliforme)
Die Werte werden in der Regel von akkreditierten Prüflaboren erhoben, von den Gesundheitsämtern auditiert und gelten daher als belastbar. Wo wir solche Werte direkt von einem Versorger übernehmen konnten, geben wir sie unverändert weiter und verlinken auf die Quelle.
Härtebereich-Einstufung
Die Einstufung in „weich“, „mittel“ oder „hart“ folgt dem deutschen Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) in der Fassung von 2007:
- weich: weniger als 8,4 °dH (entspricht < 1,5 mmol/l CaCO&sub3;)
- mittel: 8,4 bis 14 °dH (1,5–2,5 mmol/l)
- hart: mehr als 14 °dH (> 2,5 mmol/l)
2. Gemeindeliste
Die Liste der 10.950 deutschen Gemeinden basiert auf dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Wir verwenden ausschließlich aktuell existierende politische Gemeinden mit ihrem amtlichen Namen, Bundesland, Landkreis (bzw. kreisfreie Stadt) und der amtlichen Postleitzahl, wo zuordbar.
Eingemeindungen, Fusionen oder Auflösungen werden bei der jährlichen Pflege nachgezogen, damit Suchanfragen auch nach Gemeindereformen weiterhin die korrekte aktuelle Gemeinde finden.
3. Schätzwerte
Für etwa 2.867 Gemeinden – vor allem sehr kleine Ortschaften, deren Versorger keine eigene Webpräsenz mit Trinkwasseranalyse hat – konnten wir keine direkte Quelle ermitteln. Für diese Orte zeigen wir einen Schätzwert, der wie folgt zustande kommt:
- Wir ermitteln das wahrscheinliche Versorgungsgebiet anhand des Landkreises und der direkten Nachbargemeinden.
- Aus den umliegenden Orten mit gemessenen Werten bilden wir einen geografisch gewichteten Mittelwert.
- Wenn auf Landkreis-Ebene ein einheitlicher Versorger dominiert, wird dessen Wert übernommen.
Schätzwerte sind auf der jeweiligen Ortsseite klar mit einem gelben Hinweisbanner gekennzeichnet. Sie sind eine Orientierung, kein verbindlicher Wert. Für exakte Werte verweisen wir auf den jeweiligen Versorger.
4. Versorger-Daten
Die Zuordnung Ort → Versorger basiert auf einer Recherche der jeweiligen Versorger-Websites, kommunalen Eigenbetriebs-Übersichten und der Landeswasserverbände. Wir pflegen Versorger-Name, offizielle Website-URL und (wo verfügbar) Telefonnummer und E-Mail.
Versorger-Wechsel, Umfirmierungen oder Fusionen werden bei gemeldeten Fällen kurzfristig nachgezogen.
5. Lokale Wissens-Texte
Die kurzen Wissens-Texte unterhalb der Datenkarte auf jeder Ortsseite („Wissenswertes über das Wasser in …“) werden mit Unterstützung großer Sprachmodelle generiert. Als Input dienen dabei der konkrete Härtewert des Ortes, der Versorger-Name, die regionale Geologie und benachbarte Orte mit ihren Werten. Die so entstandenen Texte werden auf Plausibilität geprüft, bevor sie veröffentlicht werden.
Wir machen diese KI-Unterstützung transparent, weil wir glauben, dass Leser ein Recht darauf haben, das zu wissen. Die Ratgeber-Artikel hingegen sind redaktionell verfasst und beruhen auf etablierter Literatur zur Trinkwasserchemie, Haushaltschemie und den Empfehlungen des Umweltbundesamtes.
6. Aktualisierung
Wasserhärte schwankt im Jahresverlauf typischerweise um 1–2 °dH – bedingt durch Niederschlag, Grundwasserstand und Mischverhältnisse aus verschiedenen Brunnenfeldern. Die Datenbasis wird daher mindestens einmal jährlich auf Aktualität geprüft. Bei gemeldeten Versorger-Wechseln, Eingemeindungen oder offensichtlichen Abweichungen aktualisieren wir kurzfristig.
Das Datum der letzten Aktualisierung jeder Ortsseite wird unten auf der Seite ausgewiesen („Stand: …“).
7. Bekannte Limitierungen
- Versorgungszonen. Größere Städte haben oft mehrere Versorgungszonen mit unterschiedlichen Härtewerten. Wir zeigen wo möglich alle Zonen einzeln; ist das nicht möglich, wird der dominante Wert verwendet.
- Mehrere Versorger pro Ort. Eine Minderheit von Gemeinden wird teilweise von verschiedenen Versorgern versorgt (z.B. an Stadtteilgrenzen). In solchen Fällen verwenden wir den Hauptversorger und vermerken die Einschränkung im Text.
- Saisonale Schwankungen. Wie oben erwähnt schwanken Werte um 1–2 °dH. Ein im Sommer gemessener Wert kann im Winter abweichen.
- Schätzwerte sind Schätzwerte. Für verbindliche Angaben – etwa für technische Auslegung von Anlagen – nutzen Sie immer die aktuelle Trinkwasseranalyse Ihres Versorgers.
8. Rechtsgrundlagen
- Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in der jeweils aktuellen Fassung – regelt Untersuchungshäufigkeit und Grenzwerte des Trinkwassers.
- Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) § 9 – definiert die Härtebereiche weich/mittel/hart.
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG) – rechtlicher Rahmen für öffentliche Wasserversorgung.
9. Korrekturen melden
Sie haben einen Wert gefunden, der Ihnen falsch erscheint, oder kennen einen aktuelleren Versorger-Auszug? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite – idealerweise mit Link zur Quelle. Wir prüfen jede Meldung und reagieren in der Regel innerhalb weniger Werktage.