Wasserhärte in Berlin

PLZ 10178 · Berlin, Berlin

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Berliner Wasserbetriebe

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Berlin: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Berlin

Berlin liegt mit 19 °dH genau im Durchschnitt (19 °dH).

Berlin
19
Berlin
19

Vergleich mit Deutschland

Berlin liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Berlin
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ahrensfelde 15 °dH hart
Glienicke/Nordbahn 17 °dH hart
Teltow 20 °dH hart
Schönefeld 14,6 °dH hart
Kleinmachnow 18 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Berlin

19 °dH in Berlin heißt vor allem: viel Kalk und viel Geschichte im Untergrund. Unter der Stadt liegen mächtige Schichten aus Sand, Kies und eiszeitlichen Ablagerungen, dazwischen aber auch kalkhaltige Sedimente aus dem Berliner Urstromtal und aus tieferen Grundwasserleitern. Dieses Wasser bleibt lange im Kontakt mit mineralischem Material, löst Calcium und Magnesium heraus und erreicht deshalb eine deutlich harte Ausprägung. Die Spree, die Havel und die vielen Kanäle prägen das Stadtgebiet oberirdisch, doch für den Härtewert zählt vor allem das Grundwasser, das sich in den Becken und Niederungen der Region sammelt. Berlin liegt damit in einem hydrogeologischen Mosaik aus glazialen Sanden, Tonlagen und karbonatreichen Schichten, das den Härtegrad deutlich nach oben schiebt. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem einzigen Brunnen, sondern aus einem dichten Netz von Wasserwerken und Grundwasserbrunnen. Berlin Wasserwerke fördern es unter anderem in Tegel, Spandau, Stolpe, Tiefwerder, Beelitzhof, Friedrichshagen, Kaulsdorf und Wuhlheide. Die Berliner Wasserbetriebe bereiten dieses Grundwasser auf und verteilen es im gesamten Stadtgebiet. Ergänzt wird die Versorgung durch Uferfiltration an Spree und Havel, etwa dort, wo Flusswasser durch sandige Uferzonen langsam in den Untergrund sickert und sich mit Grundwasser mischt. Gerade dieses Zusammenspiel aus Flussnähe, sandigen Böden und tieferen mineralischen Schichten formt den Berliner Charakter des Wassers. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten fällt Berlin oft kräftiger aus. In Potsdam, Teltow oder Kleinmachnow sind die Werte je nach Ort und Brunnenfeld teils niedriger, weil andere Grundwasserleiter und geringere Mineralgehalte das Wasser prägen. Innerhalb Berlins selbst gibt es ebenfalls Unterschiede: Wasser aus einem Werk kann etwas weicher wirken als aus einem anderen, je nachdem, ob der Anteil an Uferfiltrat, tieferem Grundwasser oder mineralreichem Untergrund höher ist. Genau darin liegt der Berliner Befund. Keine einheitliche Stadtlage, sondern viele Gewinnungsgebiete, viele Schichten, viele Wege des Wassers. So entsteht ein hartes Trinkwasser, das nicht zufällig so ausfällt, sondern direkt aus der Geologie zwischen Spree, Havel und den eiszeitlichen Sedimenten der Hauptstadt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Berliner Wasserbetriebe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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