Wasserhärte in Kleinmachnow

PLZ 14532 · Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Berliner Wasserbetriebe

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Kleinmachnow: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Kleinmachnow liegt mit 18 °dH 1,6 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Kleinmachnow
18
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Kleinmachnow liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kleinmachnow
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Stahnsdorf 25 °dH hart
Teltow 20 °dH hart
Großbeeren 30 °dH hart
Nuthetal 16,5 °dH hart
Potsdam 16,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kleinmachnow

Unter Kleinmachnow liegt kein Kalkgebirge, sondern der eiszeitliche Bodenstapel der Teltower Platte: Sand, Geschiebelehm, örtlich auch Mergelreste aus der Moräne der letzten Vereisung. Diese Schichten wurden von Gletschern aus Skandinavien herangeschoben und danach von Schmelzwässern sortiert. Darum hält der Untergrund hier weniger weiches Regenwasser zurück als Orte mit dicken Sanddeckern, zugleich lösen sich aus den feinkörnigeren Lehmlagen mehr Mineralien. Die Härte von 18 °dH passt zu diesem Wechsel aus sandigen und lehmig-moränigen Lagen, wie er südwestlich von Berlin typisch ist. Nördlich prägen die Berliner Urstromtal-Sande das Bild, südlich und westlich schieben sich die märkischen Hochflächen mit ähnlichem, aber nicht völlig gleichem Material heran. Kleinmachnow steht damit zwischen den sehr sandigen Teilen Brandenburgs und den etwas mineralreicheren Randlagen der Hauptstadtregion. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Verbund der Berliner Wasserbetriebe. Versorgt wird Kleinmachnow aus dem Leitungsnetz, das mit Grundwasser aus Berliner Wasserwerken und den zugehörigen Gewinnungsgebieten arbeitet. Dieses Wasser stammt nicht aus einem einzelnen See oder einer Talsperre, sondern aus mehreren Brunnenfeldern in den wasserreichen Niederungen der Region, vor allem aus dem Umland mit seinen sandigen, gut durchlässigen Schichten. Dort sickert Niederschlag nach unten, wird natürlich gefiltert und über tiefe Brunnen gefasst. Auf dem Weg in die Haushalte mischt sich dieses Wasser im Netz so, dass in Kleinmachnow ein deutlich härterer Wert ankommt als in manchen reinen Sandorten Brandenburgs. Die Nähe zu Berlin und die Einbindung in das großstädtische Versorgungsnetz machen den Ort dabei anders als viele kleinere Gemeinden im Landkreis Potsdam-Mittelmark, die stärker von lokalen Brunnen und einzelner Infrastruktur abhängen. Der Unterschied zu Nachbarorten ist spürbar: Potsdam liegt ebenfalls im Einflussbereich derselben Wasserlandschaft, doch im weiteren westlichen und südlichen Umland fallen die Werte oft anders aus, weil dort mehr reine Sande oder andere Mischungen aus Geschiebemergel dominieren. Kleinmachnow sitzt an einem Übergang, wo der Untergrund der Eiszeit und die Berliner Wasserverteilung zusammenwirken. So entsteht ein Trinkwasserbild, das weder rein märkisch weich noch kalkreich wie in süddeutschen Regionen ist, sondern typisch für den Rand von Berlin und den Potsdamer-Mittelmark-Bogen: mineralisch geprägt, aus Grundwasser gewonnen und von der Geologie der Teltower Platte sichtbar mitbestimmt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Berliner Wasserbetriebe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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