Wasserhärte in Niedersachsen

Durchschnittliche Wasserhärte: 12,3 °dH
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Landkreise in Niedersachsen

Landkreis Durchschnitt Bereich
Ammerland 7,2 °dH weich
Aurich 6,4 °dH weich
Braunschweig (kreisfrei) 2,8 °dH weich
Celle 16,1 °dH hart
Cloppenburg 7,5 °dH weich
Cuxhaven 11,3 °dH mittel
Delmenhorst (kreisfrei) 8 °dH weich
Diepholz 12,6 °dH mittel
Emden (kreisfrei) 6,3 °dH weich
Emsland 9,4 °dH mittel
Friesland 6,8 °dH weich
Gifhorn 17,5 °dH hart
Goslar 11,4 °dH mittel
Grafschaft Bentheim 17,7 °dH hart
Göttingen 14,8 °dH hart
Hameln-Pyrmont 19,7 °dH hart
Harburg 10 °dH mittel
Heidekreis 11,4 °dH mittel
Helmstedt 19,5 °dH hart
Hildesheim 9,9 °dH mittel
Holzminden 15,9 °dH hart
Leer 6,6 °dH weich
Lüchow-Dannenberg 13,3 °dH mittel
Lüneburg 10,7 °dH mittel
Nienburg (Weser) 12,7 °dH mittel
Northeim 10,9 °dH mittel
Oldenburg 8,8 °dH mittel
Oldenburg (Oldb) (kreisfrei) 7,6 °dH weich
Osnabrück (kreisfrei) 13,8 °dH mittel
Osnabrück 14,8 °dH hart
Osterholz 9,3 °dH mittel
Peine 8,2 °dH weich
Region Hannover 10,2 °dH mittel
Rotenburg (Wümme) 11,4 °dH mittel
Salzgitter (kreisfrei) 7,3 °dH weich
Schaumburg 19,7 °dH hart
Stade 12,4 °dH mittel
Uelzen 13,2 °dH mittel
Vechta 11,2 °dH mittel
Verden 10,7 °dH mittel
Wesermarsch 7,6 °dH weich
Wilhelmshaven (kreisfrei) 5 °dH weich
Wittmund 6,8 °dH weich
Wolfenbüttel 12,6 °dH mittel
Wolfsburg (kreisfrei) 8 °dH weich
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Größte Städte in Niedersachsen

Niedersachsen ist ein Land der Extreme, zumindest wenn es ums Trinkwasser geht. Mit einem Landesdurchschnitt von knapp 13 Grad deutscher Härte liegt das Bundesland im unteren Mittelfeld im Bundesvergleich — deutlich unter den Spitzenwerten von Sachsen-Anhalt oder Thüringen, aber auch weicher als Bayern oder Berlin. Das klingt nach Einheitlichkeit, ist es aber nicht. Tatsächlich schwanken die Messwerte im Land zwischen 1,9 und 40 Grad deutscher Härte, eine Spanne, die in Deutschland kaum ein anderes Flächenland erreicht. Der Grund liegt in der Geologie. Im Norden des Landes, in der Geest und entlang der Küste, prägen mächtige Sandschichten und eiszeitliche Ablagerungen den Untergrund. Wasser, das durch diese Schichten sickert, nimmt kaum Mineralien auf. Die Ergebnisse sind entsprechend: In Teilen des Heidekreises, der Lüneburger Heide und entlang der Aller liegt die Härte teils unter 5 Grad. Wer hier lebt, braucht weder Entkalkungsmittel noch Sorgen um seinen Wasserkocher. Komplett anders sieht es im Süden aus. Im Harzvorland, rund um Goslar, Salzgitter und Wolfenbüttel, stoßen Grundwasserhorizonte auf kalkhaltige Sedimentgesteine. Hier können Härtewerte von 30 Grad und mehr auftreten. Das Wasser ist so kalkreich, dass Kaffeemaschinen und Warmwassergeräte ohne regelmäßige Entkalkung schnell ihren Dienst quittieren. Die Leine und die Weser entwässern Teile dieser kalkhaltigen Landschaften, während die Ems und die Hunte im Nordwesten eher das weichere Wasser der Tiefebene widerspiegeln. Ein weiterer Faktor ist die Trinkwassergewinnung selbst. Viele Versorger im Norden schöpfen aus oberflächennahem Grundwasser in den Sandböden der Tiefebene. Im Weser-Bergland und in den südlichen Randlagen greifen Versorger auf tiefere Quellen zurück, die kalkreichere Schichten durchquert haben. Für Einwohner bedeutet das: Wer in Hannover, Braunschweig oder Wolfsburg wohnt, hat in der Regel mittelhartes Wasser mit Werten um 10 bis 20 Grad. In kleinen Gemeinden der Lüneburger Heide oder im Emsland ist das Wasser oft überraschend weich. Im südöstlichen Niedersachsen, besonders im Harz und seinen Ausläufern, empfiehlt sich dagegen ein Blick auf den aktuellen Härtewert vor dem Kauf eines neuen Haushaltsgeräts.