Wasserhärte in Saarland
Durchschnittliche Wasserhärte:
8,4 °dH
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Landkreise in Saarland
| Landkreis | Durchschnitt | Bereich |
|---|---|---|
| Merzig-Wadern | 8,3 °dH | weich |
| Neunkirchen | — | |
| Regionalverband Saarbrücken | 14 °dH | mittel |
| Saarlouis | 8,8 °dH | mittel |
| Saarpfalz-Kreis | — | |
| St. Wendel | 5 °dH | weich |
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Größte Städte in Saarland
Das Saarland ist flächenmäßig das kleinste Flächenland Deutschlands, und beim Thema Wasserhärte zeigt es sich entsprechend übersichtlich. Der Landesdurchschnitt liegt bei 8,4 Grad deutscher Härte, was das Saarland zu einem der Bundesländer mit weichem Wasser macht — ähnlich wie Bremen oder Hamburg, aber aus ganz anderen geologischen Gründen.
Das Saarland liegt auf dem Südwestrand des Rheinischen Schiefergebirges. Der Untergrund besteht überwiegend aus Buntsandstein, Rotliegend und variszischen Schiefergesteinen — allesamt Gesteine, die dem Wasser wenig Kalk mitgeben. Die Saar selbst, die dem Land seinen Namen gibt, drainiert ein Einzugsgebiet mit diesem typisch weichen, mineralstoffarmen Charakter. Ähnlich verhält es sich mit Nebenflüssen wie Blies und Prims.
Die weichsten Bereiche im Saarland finden sich im Ostteil des Landes, wo ältere Schiefer und Sandsteine dominieren. Werte von 4 bis 6 Grad sind hier keine Seltenheit. Das Wasser aus diesen Gebieten ist so weich, dass Kalkablagerungen in Haushalten praktisch kein Thema sind. Waschmittel zeigen bereits bei kleinen Mengen Wirkung, und Wasserkocher bleiben oft jahrelang kalkfrei.
Der härteste Bereich im Land liegt im Norden, wo im Saarkohlenwald und in Teilen des Kreises St. Wendel der Untergrund etwas andere Zusammensetzungen zeigt. Dort können Härtewerte bis 14 Grad auftreten — gemessen am Bundesdurchschnitt immer noch moderat, im saarländischen Kontext aber der obere Rand.
Das Saarland bezieht seinen Trinkwasserbedarf überwiegend aus Talsperren und Quellen innerhalb dieser weichen geologischen Zone. Die Wasserwerke von VSE (Vereinigte Saarländische Elektrizitäts-AG) und kommunale Versorger liefern in der Regel Wasser der Klasse weich bis mittel, was die meisten Einwohner kaum vor Herausforderungen stellt. Wer aus Gegenden wie Bayern oder Sachsen-Anhalt ins Saarland zieht, wird den Unterschied beim ersten Blick in den Wasserkocher bemerken.
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