Wasserhärte in Nordrhein-Westfalen

Durchschnittliche Wasserhärte: 14,4 °dH
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Landkreise in Nordrhein-Westfalen

Landkreis Durchschnitt Bereich
Bielefeld (kreisfrei) 9 °dH mittel
Bochum (kreisfrei)
Bonn (kreisfrei) 6 °dH weich
Borken
Bottrop (kreisfrei)
Coesfeld 9,4 °dH mittel
Dortmund (kreisfrei) 7 °dH weich
Duisburg (kreisfrei) 18 °dH hart
Düren 16,2 °dH hart
Düsseldorf (kreisfrei) 14 °dH mittel
Ennepe-Ruhr-Kreis 4 °dH weich
Essen (kreisfrei)
Euskirchen 20,6 °dH hart
Gelsenkirchen (kreisfrei) 10 °dH mittel
Gütersloh 19 °dH hart
Hagen, Stadt der FernUniversität (kreisfrei)
Hamm (kreisfrei)
Heinsberg 12,8 °dH mittel
Herford 21,3 °dH hart
Herne (kreisfrei)
Hochsauerlandkreis
Höxter 23 °dH hart
Kleve 13,7 °dH mittel
Krefeld (kreisfrei)
Köln (kreisfrei) 22 °dH hart
Leverkusen (kreisfrei) 8,1 °dH weich
Lippe 17,8 °dH hart
Mettmann 15,1 °dH hart
Minden-Lübbecke 23,1 °dH hart
Märkischer Kreis 9,8 °dH mittel
Mönchengladbach (kreisfrei) 14 °dH mittel
Mülheim an der Ruhr (kreisfrei)
Münster (kreisfrei)
Oberbergischer Kreis 10,3 °dH mittel
Oberhausen (kreisfrei)
Olpe
Paderborn 12,7 °dH mittel
Recklinghausen 11,7 °dH mittel
Remscheid (kreisfrei) 5,6 °dH weich
Rhein-Erft-Kreis 17,1 °dH hart
Rhein-Kreis Neuss 15,3 °dH hart
Rhein-Sieg-Kreis 8,6 °dH mittel
Rheinisch-Bergischer Kreis 8 °dH weich
Siegen-Wittgenstein 5 °dH weich
Soest 14,5 °dH hart
Solingen, Klingenstadt (kreisfrei) 6 °dH weich
Steinfurt 19,4 °dH hart
Städteregion Aachen 15 °dH hart
Unna
Viersen 14,6 °dH hart
Warendorf 17 °dH hart
Wesel 14,5 °dH hart
Wuppertal (kreisfrei)
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Größte Städte in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen hat im Bundesvergleich ein eher unauffälliges Wasserhärte-Profil. Der Landesschnitt liegt bei gut 14 Grad deutscher Härte, was einem mittleren Wert entspricht — weder besonders weich noch besonders hart. Doch hinter diesem Durchschnitt steckt eine enorme Bandbreite: Von 2,5 Grad im Sauerland bis über 31 Grad im östlichen Münsterland reicht die Spanne, und kaum ein anderes Bundesland zeigt so klar, wie stark die Geologie das Wasser prägt. Im Ruhrgebiet und den dicht besiedelten Bereichen der Rheinschiene wird Trinkwasser zum Teil aus dem Rhein aufbereitet. Das führt zu moderaten, gut kontrollierten Härtewerten im Bereich von 10 bis 18 Grad. Was viele nicht wissen: Viele Wasserwerke entlang des Rheins mischen Grund- und Oberflächenwasser, was die Schwankungen dämpft. In Köln, Düsseldorf und Duisburg liegen die Werte daher recht stabil. Ganz anders im Bergischen Land und Sauerland: Hier fallen die Niederschläge auf Schiefergebirge und saure, mineralstoffarme Böden. Das Wasser, das durch diese Landschaft fließt — die Wupper, die Ruhr in ihrem Oberlauf, die Lenne — bleibt entsprechend weich. Ortschaften wie Winterberg oder Engelskirchen haben teils Härtewerte unter 5 Grad. Das Trinkwasser wird überwiegend aus Talsperren gewonnen, die wenig kalkhaltige Schichten entwässern. Das Münsterland bildet den Gegenpol. Hier liegt Kalkstein und Kreide unter sanften Hügeln und Ackerflächen. Das Grundwasser, das tief durch diese Schichten fließt, löst reichlich Kalk und Magnesium heraus. In manchen Gemeinden des Kreises Warendorf oder Coesfeld können die Werte 25 bis 30 Grad erreichen. Ähnliches gilt für Teile des Teutoburger Wald-Vorlandes rund um Paderborn. In der Eifel, die geografisch zu Rheinland-Pfalz übergreift, aber auch in den westlichen Teilen NRWs Einfluss hat, dominieren wieder ältere Sedimentgesteine mit eher weicherem Wasser. Das Dreiländereck bei Aachen zeigt mittlere Werte um 10 bis 15 Grad. Wer in NRW umzieht, sollte den Härtewert am neuen Ort prüfen. Im Sauerland kann dasselbe Gerät, das im Münsterland nach einem Jahr verkalkt gewesen wäre, jahrelang ohne Pflegeaufwand laufen.
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