Wasserhärte in Au i.d.Hallertau

PLZ 84072 · Freising, Bayern

15,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserzweckverband Hallertau

Website

Praktische Tipps bei 15,9 °dH

Spülmaschine

Bei 15,9 °dH in Au i.d.Hallertau: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Au i.d.Hallertau liegt mit 15,9 °dH 1,4 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Au i.d.Hallertau
15,9
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Au i.d.Hallertau liegt mit 15,9 °dH 1,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Au i.d.Hallertau
15,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rudelzhausen 16,2 °dH hart
Nandlstadt 16,7 °dH hart
Attenkirchen 16,7 °dH hart
Wolfersdorf 15,3 °dH hart
Hörgertshausen 17,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Au i.d.Hallertau

Au i.d.Hallertau bezieht sein Trinkwasser über den Wasserzweckverband Hallertau aus eigenen Tiefbrunnen im tertiären Molassebecken zwischen Au, Nandlstadt und den Hügeln der Hallertau. Das Förderwasser stammt aus Grundwasserleitern in sandigen Kiesen und Schottern unter den Lösshängen des Landkreises Freising. Diese Schichten speichern das Regenwasser aus dem hügeligen Vorland der Isar und der Amper und geben es nur langsam wieder ab. Auf dem Weg durch kalkhaltige Sedimente nimmt das Wasser viel Calcium und Magnesium auf. Genau daraus entsteht die Härte von 15,9 °dH. Die Umgebung von Au hat damit wenig gemein mit den weicheren Wassern aus alpennahen Regionen oder aus Orten, die von Oberflächenwasser aus Talsperren leben. Hier prägen keine Gebirgsbäche das Netz, sondern tief liegende Grundwasserstockwerke unter Ackerflächen, Hopfengärten und den sanften Rücken der Hallertau. Der Wert liegt höher als in vielen Teilen Oberbayerns mit stärkerem Einfluss von Mooren, Quellgebieten oder Mischversorgungen. Freising selbst und Orte an der Isar kommen teils mit anderen Brunnenmischungen aus, doch Au steht deutlich auf dem kalkreichen Untergrund des nördlichen Voralpenlands und des Molassebeckens. Der Untergrund rund um Au i.d.Hallertau ist von Sedimenten aus dem Tertiär geprägt, die über lange Zeit aus den Alpen eingetragen wurden. Dazu kommen Löss und lehmige Deckschichten, die Niederschläge bremsen und das Wasser in tiefere Horizonte lenken. So entsteht ein Trinkwasser, das sich klar von den weicheren Versorgungslagen weiter südlich und von manchen Nachbarorten mit geringerer Mineralisierung absetzt. Der harte Charakter ist hier kein Zufall, sondern Folge von Geologie, Grundwasserweg und Fördertiefe. Wer aus Au nach Nandlstadt, Rudelzhausen oder in Richtung Mainburg schaut, erkennt denselben Landschaftstyp, aber nicht zwingend dieselbe Wasserqualität. Jede Gemeinde zapft andere Brunnen und andere Grundwasserstände an. Au i.d.Hallertau steht damit zwischen den Versorgungsräumen der Hallertau und dem Freisinger Umland, mit einem Wasser, das aus dem Boden selbst kommt und nicht aus Seen oder Fernleitungen. Gerade dieser lokale Bezug macht den Unterschied: kein alpines Quellwasser, keine Talsperre, sondern Grundwasser aus den tiefen Schichten des Hopfenlandes. Die Härte von 15,9 °dH erzählt deshalb direkt von der Geologie vor Ort und von einer Versorgung, die eng an das tertiäre Becken der Region gebunden ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserzweckverband Hallertau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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