Wasserhärte in Bergkirchen

PLZ 85232 · Dachau, Bayern

9,6 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Stadtwerke Dachau

Website

Praktische Tipps bei 9,6 °dH

Spülmaschine

Bei 9,6 °dH in Bergkirchen: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Bergkirchen liegt mit 9,6 °dH 7,7 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Bergkirchen
9,6
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Bergkirchen liegt mit 9,6 °dH 5,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bergkirchen
9,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dachau, GKSt 11 °dH mittel
Schwabhausen 11,6 °dH mittel
Olching, St 15 °dH hart
Gröbenzell 12,8 °dH mittel
Hebertshausen 9,3 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Bergkirchen

Bergkirchen liegt auf der Münchner Schotterebene, dort, wo die Eiszeiten ein mächtiges Paket aus Kies, Sand und Schotter abgelagert haben. Unter der dünnen Bodenkrume liegen vor allem gut durchlässige Kiese der Schmelzwasserströme, dazu örtlich feinkörnige Sandlagen und eiszeitliche Moränenreste aus dem Vorfeld der Alpen. Diese Schichten kamen mit den Gletschern und ihren Schmelzwässern in das Dachauer Land; später schnitten Amper und kleinere Bäche das Gelände an und formten die flache, offene Landschaft westlich von München. Genau diese Unterlage prägt den Härtewert von 9,6 °dH: Das Wasser nimmt unterwegs zwar etwas Kalk aus den karbonatreichen Kiesen und sandigen Lagen auf, bleibt aber deutlich weicher als in Gegenden mit reinem Kalk- oder Dolomituntergrund. Gegenüber Orten mit stärker kalkführenden Schichten im Alpenvorland liegt Bergkirchen damit im mittleren Bereich, nicht hart wie viele Voralpenorte und nicht so weich wie Standorte auf silikatischem Grund. Das Trinkwasser kommt im Dachauer Land aus dem Netz der Stadtwerke Dachau, die die Versorgung im Raum Bergkirchen über eigene Gewinnungsanlagen und Verbundleitungen sichern. Speisende Brunnen fördern Grundwasser aus den kiesigen Schotterschichten der Region, also aus dem gleichen eiszeitlichen Speicher, der die ganze Ebene unterlagert. Solche Brunnen liefern Wasser, das auf seinem Weg durch den Schotter nur wenig Eisen und Mangan mitnimmt, dafür aber je nach Schichtfolge den messbaren Kalkgehalt ausprägt. Bergkirchen hängt damit an einer Versorgung, die nicht von einer Talsperre lebt, sondern von regionalem Grundwasser aus tiefen Brunnenfeldern. Das macht den Ort wassergeologisch eng mit dem Dachauer Becken verbunden und zugleich unabhängiger von großen Fernleitungen aus den Alpen. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich gerade in dieser Mischung aus Schotterebene und Randlage. Richtung Dachau und Karlsfeld ist das Wasser oft ähnlich geprägt, weil dieselben eiszeitlichen Kieskörper den Untergrund bilden. Nach Westen, wo einzelne Ortsteile und Nachbargemeinden stärker von Moränenzügen und wechselnden Sedimenten beeinflusst sind, kann der Kalkgehalt spürbar schwanken. Gegenüber dem übrigen Bayern liegt Bergkirchen zwischen den Extremen: nicht so hart wie viele Orte im Fränkischen oder im Alpenvorland mit kalkreichen Gesteinen, aber auch nicht so weich wie Gebiete auf Sandstein oder Granit. Der Wert von 9,6 °dH passt deshalb genau zu einem Ort, dessen Boden unter der Oberfläche von Gletscherresten, Schottern und Grundwasserleitern aus der Eiszeit bestimmt wird.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Dachau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber