Wasserhärte in Bollewick

PLZ 17207 · Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern

16,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Malchow

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Praktische Tipps bei 16,3 °dH

Spülmaschine

Bei 16,3 °dH in Bollewick: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Bollewick liegt mit 16,3 °dH 1,5 °dH unter dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Bollewick
16,3
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Bollewick liegt mit 16,3 °dH 1,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bollewick
16,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Röbel/Müritz 17,9 °dH hart
Südmüritz 18,4 °dH hart
Gotthun 17,7 °dH hart
Groß Kelle 17,7 °dH hart
Leizen 16,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bollewick

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist geologisch ein junges Eiszeitland. Endmoränen, Sanderflächen und Grundmoränen prägen hier das Bild, dazu kommen viele abflussarme Senken und Niederungen. In solchen Böden sickert Regenwasser nur langsam durch Sand, Kies und Geschiebemergel. Unterwegs löst es Calcium und Magnesium aus den eiszeitlichen Ablagerungen. Genau daraus ergibt sich in Bollewick die hohe Härte von 16,3 °dH. Die Lage westlich von Röbel, zwischen den Seen der Müritzregion und den flachen Höhenzügen des Binnenlandes, bringt kein weiches Moorwasser hervor, sondern mineralreiches Grundwasser aus quartären Schichten. Auch die Nähe zu kleinen Fließgewässern und Niederungen ändert daran wenig, denn die örtliche Versorgung stützt sich vor allem auf tief gefasste Grundwasserleiter, nicht auf Oberflächenwasser. Bollewick wird über das Netz des Wasserzweckverbands Malchow versorgt, der die Region um Röbel und die umliegenden Orte mit Trinkwasser aus eigenen Brunnen betreibt. Das Wasser stammt aus örtlichen Grundwasserfassungen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, also aus den unter den eiszeitlichen Schichten liegenden Aquiferen, die in dieser Gegend weit verbreitet sind. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle; die Versorgung ruht auf gefördertem Grundwasser, das nach Aufbereitung in das Leitungsnetz eingespeist wird. Die härtere Zusammensetzung zeigt, dass das Wasser auf seinem Weg durch die kalk- und mineralhaltigen Sedimente deutlich mehr gelöste Bestandteile aufgenommen hat als in vielen küstennahen oder moorigen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns. Gegenüber Nachbarorten fällt Bollewick damit in die obere Härteklasse und liegt klar über den weicheren Bereichen, die stärker von Mooren, Niederungen oder sehr sandigen, kalkärmeren Böden geprägt sind. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns, besonders in den dünn mineralisierten Landschaften der Seen- und Waldgebiete oder in küstennahen Räumen, ist Trinkwasser oft spürbar weicher. Bollewick steht dagegen für das typische Wasser des Binnenlandes der Seenplatte: grundwasserbasiert, geologisch von der Eiszeit geformt und durch den Untergrund deutlich mineralreicher. Die Härte spiegelt also nicht einen Sonderfall wider, sondern die Handschrift der Region zwischen Müritz, Röbel und den flachen Moränenzügen des südwestlichen Landkreises.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Malchow

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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