Wasserhärte in Burg

PLZ 39288 · Jerichower Land, Sachsen-Anhalt

16,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Burg

Website

Praktische Tipps bei 16,3 °dH

Spülmaschine

Bei 16,3 °dH in Burg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Burg liegt mit 16,3 °dH 5,3 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Burg
16,3
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Burg liegt mit 16,3 °dH 1,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Burg
16,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Möser 16,8 °dH hart
Rogätz 16,5 °dH hart
Loitsche-Heinrichsberg 16,2 °dH hart
Zielitz 14,6 °dH mittel
Angern 16,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Burg

Unter Burg liegen keine Kalkfelsen, sondern vor allem eiszeitliche Sande, Kiese, Geschiebelehme und Moränenablagerungen, die der Saale- und Weichselkaltzeit hinterlassen haben. Das Jerichower Land wurde von Gletschern mehrfach überfahren, wieder aufgeschoben und mit Schmelzwasser ausgeschwemmt. Unter der dünnen Deckschicht folgen häufig sandige Grundwasserleiter, aus denen sich das Wasser mit gelösten Mineralien anreichert. Der Härtewert von 16,3 °dH passt dazu: Hartes Wasser entsteht hier nicht durch Kalkstein im Untergrund, sondern durch den langen Kontakt des Grundwassers mit kalk- und magnesiumhaltigen Sedimenten in den eiszeitlichen Schichten. Auch die Niederungen von Ihle und Elbe prägen den Chemismus, weil sie das Grundwasser langsam führen und Mineralien aus den Ablagerungen lösen. Burg liegt damit in einem typischen Übergangsraum der norddeutschen Tiefebene, in dem Sand, Lehm und Geschiebematerial das Wasser deutlich härter machen als in reinen Sandgebieten. Das Trinkwasser kommt vor Ort aus den Anlagen des Trink- und Abwasserzweckverbandes Burg, der die Stadt und das Umland aus eigenen Grundwasserbrunnen versorgt. Die Gewinnung erfolgt aus tieferen Brunnenfeldern im Jerichower Land, nicht aus Talsperren oder Fernwasser aus dem Harz. Das Rohwasser wird aufbereitet und über das örtliche Netz verteilt; die Versorgung stützt sich auf Grundwasser aus den quartären Schichten unter den Flächen zwischen Burg, Niegripp und den Niederungen Richtung Elbe. Gerade diese Brunnen aus sandigen und kiesigen Schichten liefern das mineralreiche Wasser, das den Härtewert in Burg festlegt. An Quellen oder Bergwasser ist hier nichts beteiligt, entscheidend sind die lokalen Grundwasserstockwerke unter den glazialen Ablagerungen. Im Vergleich zu vielen Orten westlich der Elbe ist Burg spürbar härter versorgt. In Teilen Sachsen-Anhalts mit stärkerem Einfluss von Harzvorland und Fernwasser liegen die Werte oft niedriger oder schwanken anders, weil dort andere Gesteine und andere Gewinnungsräume dominieren. Burg dagegen bleibt ein Ort der norddeutschen Tieflandsedimente: wenig Kalkfelsen, viel Eiszeitmaterial, viel Grundwasser aus Sand und Kies. Nachbarorte im Jerichower Land teilen diesen Charakter häufig, doch die konkrete Mischung aus lokalen Brunnen, den Niederungen der Ihle und den mineralführenden Schichten macht Burgs Wasser unverkennbar hart. Wer die regionale Geologie kennt, liest den Härtewert fast wie eine Karte der letzten Eiszeiten.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Burg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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