Wasserhärte in Deiningen

PLZ 86738 · Donau-Ries, Bayern

16 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Riesgruppe

Website

Praktische Tipps bei 16 °dH

Spülmaschine

Bei 16 °dH in Deiningen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Deiningen liegt mit 16 °dH 1,3 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Deiningen
16
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Deiningen liegt mit 16 °dH 1,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Deiningen
16
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Alerheim 15,9 °dH hart
Wechingen 15,9 °dH hart
Nördlingen, GKSt 16,3 °dH hart
Möttingen 16,5 °dH hart
Reimlingen 16,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Deiningen

Die Wasserversorgung in Deiningen wird vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Riesgruppe getragen. Das Wasser stammt aus den Trinkwasserbrunnen bei Nördlingen, vor allem aus dem Gewinnungsgebiet zwischen Nähermemmingen und den südlichen Randlagen des Nördlinger Rieses. Dort wird Grundwasser gefasst, das aus den Schottern, Sanden und verkarsteten Ausgleichsschichten des Meteoritenbeckens stammt und wegen seines langen Wegs durch kalk- und dolomitreiche Gesteine viel Calcium und Magnesium aufgenommen hat. Genau deshalb liegt Deiningen mit 16 °dH im harten Bereich. Das Ries wirkt hier wie ein riesiger Sammeltrichter: Regen versickert auf den offenen Flächen, wird im Untergrund von Schichten aus Mergel, Kalk und tertiären Ablagerungen geführt und kommt erst nach Mineralanreicherung wieder an den Brunnen an. Die Wörnitz, die westlich und nördlich des Ortes das Landschaftsbild prägt, liefert kein Trinkwasser, zeigt aber, wie wasserreich die Talräume des Donau-Ries trotz der trockeneren, offenen Kessellage sind. Die Härte ist damit kein Zufall, sondern eine Folge der besonderen Geologie des Rieses und der kalkgeprägten Untergrundverhältnisse zwischen Deiningen, Nördlingen und Wemding. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten liegt im geologischen Rahmen und in der Herkunft aus dem Ries-Grundwasser. Während Orte auf stärker kristallinen oder anders gespeisten Gebieten in Bayern oft weicheres Wasser haben, kommt in Deiningen ein deutlich mineralreicheres Wasser an. Im Landkreis Donau-Ries ist das ein typisches Bild: Das Riesbecken mit seinen gebrochenen Kalken, Auswurfmassen und durchlässigen Sedimenten liefert häufig härteres Wasser als Regionen mit sandigen oder granitischen Böden. Auch im Vergleich zu Teilen Altbayerns mit Alpenvorland- oder Moorwasser fällt Deiningen mit seinem kalkbetonten Profil auf. Der Versorger nutzt damit keine Talsperre und kein Quellgebiet aus dem Gebirge, sondern regionale Brunnen im nördlichen Riesrand. Das macht die Versorgung ortsnah und eng an die Landschaft gebunden. Wer das Leitungswasser in Deiningen betrachtet, liest darin direkt die Geschichte des Rieskraters, der Wörnitzniederung und der kalkreichen Böden zwischen den Dörfern des Nordrieses.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Riesgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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