Wasserhärte in Ebersdorf b.Coburg

PLZ 96237 · Coburg, Bayern

20,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserzweckverband Frankenwaldgruppe

Website

Praktische Tipps bei 20,8 °dH

Spülmaschine

Bei 20,8 °dH in Ebersdorf b.Coburg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Ebersdorf b.Coburg liegt mit 20,8 °dH 3,5 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Ebersdorf b.Coburg
20,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Ebersdorf b.Coburg liegt mit 20,8 °dH 6,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ebersdorf b.Coburg
20,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neuensorger Forst 16,8 °dH hart
Sonnefeld 16,9 °dH hart
Grub a.Forst 20,8 °dH hart
Weidhausen b.Coburg 20,8 °dH hart
Niederfüllbach 22,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ebersdorf b.Coburg

Unter Ebersdorf b.Coburg liegt kein einheitlicher Kalkstock, sondern ein Flickenteppich aus Buntsandstein, tonigen Mergeln und lehmigen Deckschichten, die in der Eiszeit und den nacheiszeitlichen Umlagerungen überprägt wurden. Nördlich und westlich schieben sich die fränkischen Keuper- und Muschelkalkräume heran, südlich prägen die Niederungen von Lauter und Rodach die Landschaft. Aus diesen kalk- und mergelreichen Schichten löst sich auf dem Weg durch den Untergrund viel Calcium und Magnesium, und genau deshalb landet das Trinkwasser hier bei 20,8 °dH. Der Boden speichert das Wasser nicht einfach nur, er reichert es auf seinem Weg durch Kluft- und Porenräume mit Mineralstoffen an. Im Vergleich zu Orten mit sandigeren, ärmeren Schichten ist das Wasser deshalb deutlich härter. Gegenüber vielen bayerischen Regionen mit weichem Alpenrand- oder Mittelgebirgswasser wirkt Ebersdorf spürbar kalkreicher, näher an den fränkischen Muschelkalkgebieten als an den weichen Nordbayerischen Sandsteingebieten. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Wasserzweckverbands Frankenwaldgruppe, der im Coburger Land mehrere Brunnen und Quellen aus dem Vorland des Frankenwaldes und aus den umgebenden Talmulden nutzt. Die Versorgung für Ebersdorf wird über dieses regionale Leitungsnetz eingespeist; je nach Betriebsführung stammt das Wasser aus ortsnahen Gewinnungsanlagen des Verbands und wird über die Aufbereitung im Verbund verteilt. Eine Talsperre spielt hier nicht die Hauptrolle, sondern die Mischung aus Grundwasser aus tieferen Schichten und Quellwasser aus dem Hügelland zwischen Coburg, Sonnefeld und den Randlagen des Itz- und Rodachtals. Dadurch bleibt die Herkunft klar regional und eng an die Geologie des Landkreises Coburg gebunden. Der Unterschied zu Nachbarorten liegt vor allem in der Unterlage. Dort, wo mehr Sandstein dominiert, fällt das Wasser oft weicher aus; dort, wo Muschelkalk und mergelige Lagen näher an die Oberfläche treten, steigen Härte und Mineralgehalt. Ebersdorf steht genau in diesem Übergangsraum und bekommt deshalb kein extremes Quellwasser und kein flaches, weiches Talwasser, sondern ein deutlich kalkhaltiges Mischbild. Gegenüber dem bayerischen Durchschnitt gehört der Ort damit klar zur härteren Seite. Das passt zu einem Landstrich, in dem nicht nur die Rodach und ihre Zuflüsse die Flächen formen, sondern auch die alten Gesteinsfolgen unter dem Acker und unter den Siedlungen den Charakter des Wassers bis heute bestimmen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserzweckverband Frankenwaldgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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