Wasserhärte in Ebrach

PLZ 96157 · Bamberg, Bayern

18,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Ebrachgruppe

Website

Praktische Tipps bei 18,7 °dH

Spülmaschine

Bei 18,7 °dH in Ebrach: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Ebrach liegt mit 18,7 °dH 1,4 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Ebrach
18,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Ebrach liegt mit 18,7 °dH 4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ebrach
18,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ebracher Forst 16,9 °dH hart
Winkelhofer Forst 16,9 °dH hart
Koppenwinder Forst 16,9 °dH hart
Bürgerwald 23,2 °dH hart
Geiersberg 23,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ebrach

Unter Ebrach liegt kein junges Schotterland, sondern der Rand des Steigerwalds mit seinen alten Buntsandstein- und Keuperlagen. Darüber finden sich Mergel, Sandsteine und tonige Schichten, die im Waldgebiet nur langsam Wasser abgeben. Regen versickert dort nicht rasch in blankem Kalk, sondern läuft durch kalkarme Sandsteine und nimmt auf dem Weg durch den Untergrund Mineralien auf. Genau daraus entsteht das harte Wasser mit 18,7 °dH: nicht aus einer einzigen Quelle, sondern aus dem geologischen Mosaik des nördlichen Steigerwalds und aus den Böden des Tals der Mittleren Ebrach, die das Wasser auf seinem Weg in die Tiefe lange mit Gesteinskontakt halten. Die Lage im Landkreis Bamberg, fern von den ausgeprägten Kalkzügen der fränkischen Alb, macht den Unterschied zu vielen Orten östlich und südlich des Landkreises deutlich. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Ebrachgruppe, der die Ortsteile und das Klosterumfeld über eigene Gewinnungsanlagen versorgt. Maßgeblich sind örtliche Brunnen und Quellen im Ebracher Talraum und im Waldgebiet der Umgebung, wo Grundwasser aus den Sandstein- und Mergelpaketen gefasst wird. Zusätzliche Aufbereitung braucht es dabei nur in dem Rahmen, der für diese regionale Mischung üblich ist; entscheidend bleibt der Untergrund, nicht ein fernes Fernwasserwerk. Anders als in Teilen Oberfrankens mit weicherem Wasser aus tieferen, sandigeren Einzugsgebieten oder in Gemeinden mit stärker kalkgeprägten Karstquellen bleibt Ebrach klar im harten Bereich. Gegenüber Nachbarorten im Steigerwald zeigt sich damit ein markanter Kontrast: Die einen liegen näher an weichen Talböden, Ebrach steht auf einem Untergrund, der dem Wasser deutlich mehr Härte mitgibt. So prägt der Ort ein Profil, das typisch für den westlichen Steigerwald ist und sich im Landkreis Bamberg deutlich bemerkbar macht. Das Wasser trägt die Handschrift von Sandstein, Mergel und den langen Fließwegen im bewaldeten Hügelland. Es ist kein Altmühlkarst und kein Mainuferwasser, sondern Ebracher Grundwasser aus dem Waldgürtel zwischen den Bächen der Mittleren Ebrach und den höher liegenden Rücken des Steigerwalds. Gerade dieser lokale Ursprung unterscheidet Ebrach von vielen fränkischen Nachbarn und erklärt, warum hier ein deutlich härterer Wert aus dem Hahn kommt als an manchem Ort im übrigen Bayern.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Ebrachgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber