Wasserhärte in Emmering

PLZ 83550 · Ebersberg, Bayern

20,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Ebersberger Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 20,6 °dH

Spülmaschine

Bei 20,6 °dH in Emmering: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Emmering liegt mit 20,6 °dH 3,3 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Emmering
20,6
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Emmering liegt mit 20,6 °dH 5,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Emmering
20,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Aßling 20,2 °dH hart
Frauenneuharting 19 °dH hart
Rotter Forst-Nord 19,4 °dH hart
Rotter Forst-Süd 19,4 °dH hart
Rott a.Inn 19,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Emmering

Unter Emmering liegt eiszeitlich geprägter Untergrund. Im Landkreis Ebersberg wechseln Moränenmaterial, Schmelzwassersande, Kiese und eingetragene Mergel von den Vorstößen des Inntal- und Chiemgletscherraums. Diese Schichten sind kein reiner Kalkfelsen, sondern ein Gemisch aus kalkhaltigem Geschiebe, feinen Tonanteilen und kiesigen Lagen. Das Grundwasser sickert durch diese Ablagerungen und löst dabei vor allem Calcium- und Magnesiumverbindungen aus dem kalkreichen Gesteinsmaterial. Genau daraus entsteht der hohe Härtewert von 20,6 °dH. Die Nähe zu den glazialen Schottern des Voralpenlands und zu den wasserführenden Tälern der Region sorgt dafür, dass das Rohwasser mineralreich bleibt und nicht weich gefiltert in den Leitungen ankommt. Gegenüber Orten mit stärker sandigen, ärmeren Deckschichten fällt Emmering damit deutlich härter aus, während im bayerischen Alpenvorland mancherorts Quell- und Talsperrenwasser mit geringerer Mineralfracht das Netz speist. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Wasserzweckverbands Ebersberger Gruppe, der die Versorgung für Emmering aus eigenen Tiefbrunnen im Landkreis und aus dem regionalen Verbund organisiert. Die Gewinnung stützt sich auf Grundwasser aus den kiesigen, gut durchlässigen Schichten des Ebersberger Umlands, nicht auf eine große Talsperre. Diese Brunnen liegen in den wasserreichen Ablagerungen, die die Eiszeit hinterlassen hat, und fördern ein natürlich mineralisiertes Wasser, das nach Aufbereitung in das Ortsnetz gelangt. Entscheidend ist dabei der geologische Weg des Wassers: Es wandert durch kalkführende Kies- und Moränenschichten, nimmt Härtebildner auf und bleibt deshalb spürbar härter als viele oberbayerische Versorgungen mit stärker geschütztem Quellwasser. Emmering unterscheidet sich damit klar von Nachbarorten mit ähnlicher Lage, aber anderer Rohwasserbasis. Wo in Teilen des Münchner Umlands weicheres Fern- oder Mischwasser ankommt, hält Emmering am lokalen Grundwasser fest. Das macht den Ort innerhalb Bayerns eher zu einem typischen Vertreter des hart mineralisierten Voralpenwassers als zu einer Ausnahme. Der Vergleich mit dem übrigen Freistaat zeigt den Unterschied deutlich: In Franken oder in manchen Gebieten mit Sandstein und geringerer Kalkbindung sind niedrigere Härtewerte häufiger, während im südlichen Alpenvorland die eiszeitlichen Schotter und Moränen das Wasser oft kräftiger aufladen. Emmering liegt genau in dieser geologischen Zone, und die 20,6 °dH spiegeln das direkt wider.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Ebersberger Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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