Wasserhärte in Gädheim

PLZ 97503 · Haßberge, Bayern

20,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 20,8 °dH

Spülmaschine

Bei 20,8 °dH in Gädheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Gädheim liegt mit 20,8 °dH 3,5 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Gädheim
20,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Gädheim liegt mit 20,8 °dH 6,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gädheim
20,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schonungen 23,2 °dH hart
Gochsheim 21,9 °dH hart
Grettstadt 21,1 °dH hart
Sennfeld 23,2 °dH hart
Theres 22 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Gädheim

Zwischen den weiten Auen des Mains und den sanften Höhen des Schweinfurter Beckens liegt Gädheim in einer Landschaft, die das Grundwasser stark prägt. Unter den Lößdecken und den fruchtbaren, aber kalkreichen Böden des Haßbergs steckt viel Muschelkalk und dazu im Untergrund Gips- und Tonlagen des Keupers. Solche Gesteine geben über lange Zeit Calcium und Magnesium an das Wasser ab. Darum erreicht Gädheim mit 20,8 °dH einen klar harten Wert. Der nahe Main sorgt zwar für feuchte Niederungen, doch er liefert kein weiches Wasser wie alpine Quellgebiete. Stattdessen speisen lokale Grundwasserleiter das Trinkwasser, die durch die Talräume bei Schonungen, Gädheim und den umliegenden Ortschaften neu gebildet werden und dabei den Kalk aus dem Gestein lösen. Das Trinkwasser kommt vor Ort aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe, der im Landkreis Haßberge und im weiteren Maintal mehrere Brunnen und Quellen betreibt und die Orte über Leitungsverbünde versorgt. Das Wasser stammt aus gefassten Grundwasserbrunnen, nicht aus einer Talsperre. Die Förderung erfolgt aus den tieferen Schichten des Muschelkalks und aus kiesigen Talablagerungen, die am Rand der Mainniederung liegen. Diese Herkunft erklärt den harten Charakter besser als jeder Blick auf eine einzelne Messzahl. In Gädheim ist das Wasser deshalb mineralreicher als in vielen fränkischen Orten, die stärker von Mischungen mit Fernwasser oder von weicheren Sandstein- und Karstzuflüssen profitieren. Im Vergleich zu Nachbarorten im Haßbergkreis und im nördlichen Unterfranken zeigt sich ein eigenes Profil. Orte näher an den rhönnahen Einzugsgebieten oder an Wasserverbünden mit größerem Anteil an weichem Quellwasser liegen meist niedriger. Gädheim dagegen bleibt deutlich im harten Bereich, weil die lokale Geologie den Leitungsweg bestimmt und nicht ein überregionaler Fernwasserstrom. Genau diese Mischung aus Mainnähe, kalkreichem Untergrund und regionaler Brunnenversorgung macht den Standort am Übergang von Tal und Hügelland so besonders. Das Trinkwasser trägt die Handschrift der Landschaft: kein alpines Schmelzwasser, sondern fränkisches Grundwasser aus einer Region, in der Muschelkalk und Keuper seit Millionen Jahren das Wasser mit Mineralien anreichern.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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