Wasserhärte in Griesstätt

PLZ 83556 · Rosenheim, Bayern

19,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung in der Region Griesstätt

Website

Praktische Tipps bei 19,4 °dH

Spülmaschine

Bei 19,4 °dH in Griesstätt: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Griesstätt liegt mit 19,4 °dH 2,1 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Griesstätt
19,4
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Griesstätt liegt mit 19,4 °dH 4,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Griesstätt
19,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rott a.Inn 19,4 °dH hart
Ramerberg 20,6 °dH hart
Vogtareuth 22 °dH hart
Schonstett 18,9 °dH hart
Edling 20 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Griesstätt

Griesstätt liegt beim Trinkwasser deutlich über dem bayerischen Mittel. Mit 19,4 °dH ist das Wasser härter als in vielen Orten des Alpenvorlands und auch härter als in großen Teilen des Freistaats, wo oft mittlere Werte aus jüngeren Moränen- und Schotterablagerungen vorkommen. Der Grund liegt im Untergrund des nördlichen Chiemgaus und des Innschotterraums: Kalk und Dolomit aus den Alpen liefern viel Calcium und Magnesium, dazu kommen karbonatreiche Kies- und Sandkörper in den Talfüllungen von Inn und Mangfall. Solche Gesteine geben Mineralstoffe an das Grundwasser ab. Griesstätt sitzt damit in einem Gebiet, in dem das Wasser auf seinem Weg durch Schotter, Kiese und kalkhaltige Sedimente reichlich Hartmacher aufnimmt. Gegenüber Orten mit kürzeren Fließwegen aus den Voralpen oder mit stärkerem Anteil an weichen Deckschichten fällt der Härtewert deshalb klar höher aus. Die Versorgung läuft über den örtlichen Zweckverband zur Wasserversorgung in der Region Griesstätt, der Grundwasser aus Brunnen im näheren Gemeindegebiet und aus dem Umland nutzt. Dieses Wasser stammt nicht aus einer Talsperre, sondern aus tiefen Förderbrunnen im quartären Lockergestein, also aus den wasserführenden Schichten, die von Inn, Sims und dem eiszeitlich geprägten Schotterkörper aufgebaut wurden. Solche Brunnen liefern Wasser, das bereits auf natürlichem Weg mineralisiert ist. Die Lage zwischen Wasserburg am Inn, Eiselfing, Schechen und den Rosenheimer Ebenen macht den Unterschied hörbar: Wo manche Nachbarorte stärker von einzelnen Quellfassungen oder von weicherem Voralpenwasser profitieren, kommt in Griesstätt härteres Grundwasser an. Das ist typisch für den Landkreis Rosenheim, aber die gemessenen 19,4 °dH liegen noch einmal spürbar über vielen Standorten westlich und südlich der Innauen. Auch im Vergleich zum restlichen Bayern zeigt sich ein klares Bild. Nördliche Mittelgebirge und große Teile des Alpenvorlands liefern oft mittlere Härten, während Griesstätt durch den kalkreichen Alpenabstrom und die mächtigen Schotterflächen einen festeren mineralischen Charakter bekommt. Der Ort steht damit an einer Schnittstelle aus Inn-Tal, eiszeitlichen Ablagerungen und dem Einfluss der nahen Alpen. Genau diese geologische Mischung prägt das Trinkwasser vor Ort: kein Oberflächenwasser aus Seen oder Stauseen, sondern regionales Grundwasser aus den quartären Schichten, stark geprägt von kalkhaltigem Material aus dem Einzugsraum der Alpen. Wer in Griesstätt den Wasserwert betrachtet, sieht deshalb nicht nur eine Zahl, sondern die Handschrift von Inn, Schotter und Kalkgestein im südöstlichen Oberbayern.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung in der Region Griesstätt

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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