Wasserhärte in Havelberg

PLZ 39539 · Stendal, Sachsen-Anhalt

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasserverband Stendal-Osterburg

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Havelberg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Havelberg liegt mit 19 °dH 2,6 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Havelberg
19
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Havelberg liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Havelberg
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sandau (Elbe) 18,7 °dH hart
Werben (Elbe) 18,1 °dH hart
Kamern 17,7 °dH hart
Legde/Quitzöbel 18,1 °dH hart
Breddin 20,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Havelberg

Der Landkreis Stendal liegt auf einer Landschaft, die von Eiszeiten, Schmelzwassern und jungen Flussablagerungen geprägt ist. Sandige Niederungen, Geschiebelehm und dazwischen kalkhaltige Sedimente aus älteren Schichten bestimmen vielerorts die Zusammensetzung des Grundwassers. Im Elbe-Havel-Winkel treffen diese lockeren Böden auf Flussläufe, die Wasser langsam durch den Untergrund führen und dabei Mineralien lösen. Genau dort liegt der Grund für die Härte von 19 °dH in Havelberg: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch kalk- und magnesiumhaltige Gesteine und Ablagerungen mehr Erdalkalien auf als in den weicheren Sandgebieten weiter westlich oder in reinen Niedermoorbereichen. Die Lage an Elbe und Havel verstärkt diesen Effekt, weil die Flüsse und ihre Auen den Grundwasserleiter speisen und zugleich die geologische Mischung der Region widerspiegeln. Havelberg steht damit an einer Schnittstelle aus Flussniederung, Auenboden und glazialen Sedimenten, die härteres Wasser begünstigt als in manchen anderen Teilen Sachsen-Anhalts. Das Trinkwasser kommt in Havelberg aus dem Netz des Wasserverbandes Stendal-Osterburg, der die Stadt und die Ortsteile über örtliche Grundwasserfassungen versorgt. Gefördert wird das Wasser aus Tiefbrunnen im Verbandssystem des nördlichen Landkreises Stendal, also aus Grundwasser, das in den sandigen und kiesigen Schichten unter der Elbniederung gespeichert ist. Diese Brunnen liefern kein Oberflächenwasser aus Talsperren, sondern natürlich gefiltertes Grundwasser aus dem regionalen Untergrund. Der Verband bereitet es auf und speist es in das Leitungsnetz ein, das Havelberg mit den umliegenden Orten im Elbe-Havel-Gebiet verbindet. Gerade diese lokale Gewinnung erklärt, warum die Wasserwerte hier nicht von entfernten Harzquellen oder anderen Mischsystemen geprägt sind, sondern klar vom Untergrund des Landkreises. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Landkreis Stendal fällt Havelberg mit seiner Härte im oberen Bereich auf. Orte auf weitläufigen Sandflächen oder mit stärker durchlässigen, kalkärmeren Deckschichten erhalten oft etwas weicheres Wasser. In der Elbnähe, wo Auenlehm, Geschiebemergel und ältere Sedimente enger beieinanderliegen, steigt der Mineralgehalt dagegen an. Gegenüber dem Harzvorland bleibt Havelberg trotzdem weit von extrem harten Werten entfernt, doch innerhalb der Altmark gehört die Stadt eher zur festeren Seite des Spektrums. Der Unterschied zeigt sich auch im regionalen Kontrast: Während manche Gemeinden in Sachsen-Anhalt stärker von Mischwasser, Fernleitungen oder anderen Gewinnungsräumen abhängen, bezieht Havelberg sein Wasser aus dem eigenen hydrogeologischen Umfeld. Das macht den Ort zu einem typischen Beispiel für die Elbniederung im Norden des Landes, wo die Geologie den Charakter des Trinkwassers unmittelbar vorgibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Stendal-Osterburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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