Wasserhärte in Hötensleben

PLZ 39393 · Börde, Sachsen-Anhalt

20,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Trink- und Abwasserverband Börde

Website

Praktische Tipps bei 20,4 °dH

Spülmaschine

Bei 20,4 °dH in Hötensleben: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Hötensleben liegt mit 20,4 °dH 1,2 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Hötensleben
20,4
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Hötensleben liegt mit 20,4 °dH 5,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hötensleben
20,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schöningen 20,4 °dH hart
Völpke 21,3 °dH hart
Ausleben 16,7 °dH hart
Söllingen 19,5 °dH hart
Sommersdorf 16,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Hötensleben

Zwischen der Magdeburger Börde und dem Harzvorland liegt Hötensleben auf einer flachen, weit offenen Lösslandschaft, ohne schützende Höhenzüge und ohne nahen großen Fluss. Genau diese Lage prägt das Grundwasser: Unter dem fruchtbaren Löss folgen tonige und mergelige Schichten, darunter kalkhaltige Sedimente aus der Erdgeschichte des nördlichen Harzvorlands. Regenwasser versickert hier zwar gut, löst auf seinem Weg aber reichlich Calcium- und Magnesiumverbindungen aus den karbonatischen Gesteinen. So entsteht das harte Wasser mit 20,4 °dH, das für den Landkreis Börde typisch ist, in Hötensleben aber besonders deutlich ausfällt. Große Flüsse wie Bode, Aller oder Elbe liegen nur im weiteren Umfeld und speisen das örtliche Trinkwasser nicht direkt; sie beeinflussen das Gebiet eher indirekt über die regionale Grundwasserneubildung und die Schichtenfolge im Untergrund. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus regionalen Grundwasserfassungen des Versorgers Wasserverband Haldensleben. Gefördert wird es aus Brunnen des Verbandsnetzes, die das Wasser aus tiefen, gut geschützten Grundwasserleitern gewinnen und über Aufbereitung und Verteilung in Hötensleben einspeisen. Diese Herkunft passt zum Charakter der Börde: wenig Oberflächenwasser, dafür wasserführende Schichten im Untergrund, die seit Jahrhunderten als verlässliche Quelle dienen. Besonders prägend ist dabei, dass die Brunnen auf denselben geologischen Komplex zugreifen wie viele Orte zwischen Helmstedt, Oschersleben und der Börde, wo Kalk und Mergel das Wasser mineralisch anreichern. Hötensleben steht damit klar auf der harten Seite des Landes, während Orte mit mehr Sandanteil oder stärkerem Einfluss der Niederungen oft weichere Werte zeigen. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich deshalb nicht in der Menge, sondern in der Herkunft der Mineralien. Gegenüber Gemeinden mit sandigeren Böden Richtung nordöstlicher Börde oder im Elbe-Mulde-Raum wirkt Hötenslebens Wasser deutlich kalkreicher und schwerer. Auch innerhalb Sachsen-Anhalts gehört der Ort zu den härteren Lagen, weil hier die lössbedeckte Hochfläche des Bördegebiets auf kalkige Untergründe trifft und nicht auf die weicheren, sandigen Grundwasserzonen der Altmark oder die stärker oberflächenwassergeprägten Regionen an Elbe und Saale. Hötensleben bekommt damit ein Wasser, das tief in der Landschaft verankert ist: geprägt von Löss, Mergel und Kalk, gefördert aus regionalen Brunnen und deutlich härter als in vielen benachbarten Orten.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Trink- und Abwasserverband Börde

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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