Wasserhärte in Klötze

PLZ 38486 · Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt

14,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Trinkwasserversorgung Altmark-Wendland

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Praktische Tipps bei 14,9 °dH

Spülmaschine

Bei 14,9 °dH in Klötze: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Klötze liegt mit 14,9 °dH 6,7 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Klötze
14,9
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Klötze liegt mit 14,9 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Klötze
14,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Beetzendorf 15,1 °dH hart
Apenburg-Winterfeld, Flecken 16,1 °dH hart
Rohrberg 16,1 °dH hart
Brome, Flecken 14,2 °dH mittel
Kalbe (Milde) 17,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Klötze

Unter Klötze liegt kein Kalkgebirge, sondern ein eiszeitlich geprägter Untergrund aus Sanden, Geschiebemergel und Grundmoräne. Das Land in der Altmark wurde von den Gletschern der letzten Kaltzeiten aufgeschoben und abgelagert; darum wechseln hier kiesige, gut durchlässige Schichten mit lehmigeren Lagen. Solche Böden speichern wenig Kalk und lassen Regenwasser rasch versickern. Auf dem Weg durch die sandigen Sedimente nimmt das Wasser nur wenig Härte auf, doch in den tiefer liegenden Schichten mit Mergel und karbonathaltigem Geschiebe löst es Mineralien aus dem Eiszeitmaterial. Genau daraus erklärt sich der Wert von 14,9 °dH: hartes Wasser, aber nicht aus einem Kalkstein, sondern aus den gemischten Ablagerungen der norddeutschen Tiefebene. Das Trinkwasser für Klötze kommt aus dem Netz der Trinkwasserversorgung Altmark-Wendland, vor Ort über die Klötzer Ortsversorgung eingebunden. Gefördert wird es aus Grundwasserbrunnen der Region, nicht aus einer Talsperre. Die Brunnen erschließen tiefere wasserführende Sand- und Kieshorizonte, die von den Flussläufen der Altmark, vor allem von kleinen Niederungen und Entwässerungsgräben rund um Jeetze und Aller-Zuflüsse, zusätzlich geprägt werden. Diese Landschaft liefert kein weiches Mittelgebirgswasser wie Harzorte mit Talsperrenanschluss, sondern Grundwasser aus eiszeitlichen Lockersedimenten. Darum liegt Klötze mit 14,9 °dH über vielen Orten der westlichen Altmark, bleibt aber meist unter den deutlich kalkreicheren Werten, wie sie in Teilen der Börde und im südlichen Sachsen-Anhalt vorkommen. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist im Gelände ablesbar. Richtung Salzwedel und im weiteren Altmarkraum dominieren ähnliche Sand- und Moränenböden, deshalb bewegen sich die Härtewerte dort oft im selben Bereich. Wo der Untergrund noch sandiger ist, etwa in lockereren Niederungen, fällt das Wasser etwas weicher aus. Wo mehr Geschiebemergel und karbonatisches Eiszeitmaterial ansteht, steigt die Härte. Klötze liegt genau in dieser Übergangszone: keine reine Sandlandschaft, aber auch kein kalkreicher Untergrund. Das macht das Wasser härter als in vielen Harz- und Elbvorlandorten, zugleich aber typisch für die nordwestliche Altmark, deren Trinkwasser fast immer aus tiefen Grundwasserleitern der eiszeitlichen Schichten stammt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Trinkwasserversorgung Altmark-Wendland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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