Wasserhärte in Klosterlechfeld

PLZ 86836 · Augsburg, Bayern

16,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Landsberg am Lech

Website

Praktische Tipps bei 16,7 °dH

Spülmaschine

Bei 16,7 °dH in Klosterlechfeld: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Klosterlechfeld liegt mit 16,7 °dH 0,6 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Klosterlechfeld
16,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Klosterlechfeld liegt mit 16,7 °dH 2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Klosterlechfeld
16,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Untermeitingen 17,2 °dH hart
Obermeitingen 17,7 °dH hart
Graben 15,9 °dH hart
Scheuring 16,2 °dH hart
Hurlach 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Klosterlechfeld

Unter Klosterlechfeld liegt keine reine Kalkplatte, sondern ein Untergrund aus eiszeitlichen Schottern, Sanden und kiesigen Ablagerungen der Lech-Wertach-Ebene. Diese Schichten wurden von den Gletschern der letzten Eiszeiten und von den Schmelzwässern aus dem Alpenraum herangetragen. Darüber haben sich im Umland lehmige und mergelige Deckschichten gebildet, doch das Wasser sickert tief in die groben Kiese ein und löst unterwegs Mineralien aus dem karbonathaltigen Material. Genau daraus kommt die Härte von 16,7 °dH: Das Grundwasser hat auf seinem Weg durch Kalkgerölle, Dolomitanteile und ältere Flussablagerungen genug Calcium und Magnesium aufgenommen, um als hart zu gelten. Der Lech selbst prägt die Landschaft bis heute, auch wenn er nicht direkt aus dem Hahn kommt. Seine Schotterterrassen und die verzweigten Kieskörper im Untergrund sind der eigentliche Speicher, aus dem die örtliche Versorgung schöpft. Das Trinkwasser stammt aus dem Netz der Stadtwerke Landsberg am Lech, die im südlichen Landkreis Augsburg und im angrenzenden Versorgungsraum Grundwasser aus tiefen Brunnen und geschützten Gewinnungsgebieten einspeisen. Dieses Wasser wird aus den kiesigen Grundwasserleitern der Lech-Aue gefördert, aufbereitet und über das Verbundnetz bis nach Klosterlechfeld geliefert. Der Ort hängt damit an einem System, das von den wasserreichen Schottern des Lechtals lebt, nicht an einer Talsperre und nicht an einer Fernleitung aus den Alpen. Entscheidend ist die lokale Geologie: viel versickerndes Niederschlagswasser, grobe Kiese, kalkhaltige Schichten und ein Grundwasserstrom, der aus dem Lechtal gespeist wird. Gegenüber vielen Orten in Bayern liegt Klosterlechfeld damit klar auf der harten Seite. In den Voralpen und auf kristallinem Untergrund sind die Werte oft weicher, in manchen Teilen des Alpenvorlands und der Schotterebenen dagegen deutlich höher. Auch im Vergleich zu Nachbarn im Landkreis Augsburg fällt der Ort durch die lechtypische Härte auf, während weiter westlich oder in Gebieten mit mehr Ton, Sand oder Mooranteilen oft weichere Profile vorkommen. Klosterlechfeld steht also geologisch auf einer Schwemmlandbühne des Lechs: jung, kiesreich, kalkhaltig und damit wasserchemisch ganz anders als Orte, die aus tieferen, sandigeren oder weniger karbonatreichen Reserven versorgt werden.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Landsberg am Lech

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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