Wasserhärte in Langenzenn, St

PLZ 90579 · Fürth, Bayern

23,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung Dillenberggruppe

Website

Praktische Tipps bei 23,3 °dH

Spülmaschine

Bei 23,3 °dH in Langenzenn, St: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Langenzenn, St liegt mit 23,3 °dH 6 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Langenzenn, St
23,3
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Langenzenn, St liegt mit 23,3 °dH 8,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Langenzenn, St
23,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Puschendorf 23,1 °dH hart
Hagenbüchach 23,1 °dH hart
Cadolzburg 20 °dH hart
Wilhermsdorf 18 °dH hart
Seukendorf 16,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Langenzenn, St

Zwischen Zenn, Bibert und den welligen Sandsteinrücken des Zenngrunds sammelt sich das Wasser in einer Landschaft, die mehr von Gestein als von großen Seen geprägt ist. Der Untergrund im Landkreis Fürth besteht hier vor allem aus Sandstein, Mergeln und tonigen Schichten des Keupers, dazu kommen lösshaltige Deckschichten aus den fränkischen Ackerflächen. Solche Schichten halten das Wasser nicht weich und kurzlebig, sondern lassen es auf seinem Weg durch Kalk- und Dolomitanteile mineralisch aufladen. Genau daraus entsteht in Langenzenn der hohe Härtewert von 23,3 °dH. Die Zenn selbst liefert kein Trinkwasser, doch ihr Tal, die Seitengräben und die flacheren Hügel zwischen Langenzenn, Veitsbronn, Cadolzburg und Wilhermsdorf zeigen, wie stark das Grundwasser hier von der regionalen Geologie geprägt wird. Im Vergleich zu vielen bayerischen Regionen mit Alpenvorland- oder Quellwasser ist das Zenngebiet deutlich härter, weil das Wasser länger im Untergrund bleibt und unterwegs mehr Mineralien löst. Das Trinkwasser kommt in Langenzenn aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung Dillenberggruppe, der die Stadt und mehrere Orte im westlichen Landkreis Fürth versorgt. Gewonnen wird es aus regionalen Brunnen und Wasserfassungen im Verbandsgebiet, nicht aus einer fernen Talsperre. Entscheidend sind die Grundwasservorkommen im Bereich des Dillenbergs und der angrenzenden Talräume, wo tiefer liegende Schichten das Wasser speichern und schützen. Diese lokale Gewinnung macht den Charakter des Wassers so deutlich fränkisch: bodenständig, mineralreich und härter als viele andere bayerische Wässer. Gegenüber Nachbarorten kann das spürbar variieren, je nachdem, ob dort andere Brunnenfelder, andere Tiefen oder Mischungen aus mehreren Gewinnungsstellen genutzt werden. Gerade im Vergleich zu Orten südlich Richtung Nürnberg oder zu Gemeinden mit stärkerem Einfluss aus weicheren Sandsteinschichten fällt Langenzenn mit seinem harten Wasser auf. Auch innerhalb Bayerns liegt die Stadt damit eher am oberen Rand der Härtewerte, weit entfernt von den sehr weichen Alpenrand- und Voralpenwässern. Der Unterschied kommt nicht aus der Leitungsführung allein, sondern aus dem Boden unter den Füßen: fränkische Sedimente, kalkhaltige Einlagerungen und ein Grundwasser, das sich auf dem Weg durch den Untergrund kräftig mineralisiert. Langenzenn steht damit für eine typisch westmittelfränkische Wasserlandschaft, in der Flussauen, Hügelzüge und Grundwasserleiter gemeinsam den Geschmack und die Härte des Trinkwassers bestimmen.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung Dillenberggruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber