Wasserhärte in Märkische Höhe

PLZ 15377 · Märkisch-Oderland, Brandenburg

19,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Strausberg-Erkner

Website

Praktische Tipps bei 19,9 °dH

Spülmaschine

Bei 19,9 °dH in Märkische Höhe: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Märkische Höhe liegt mit 19,9 °dH 3,5 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Märkische Höhe
19,9
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Märkische Höhe liegt mit 19,9 °dH 5,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Märkische Höhe
19,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Buckow (Märkische Schweiz) 21 °dH hart
Reichenow-Möglin 19,1 °dH hart
Waldsieversdorf 19,9 °dH hart
Neuhardenberg 21,3 °dH hart
Prötzel 19,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Märkische Höhe

Märkische Höhe liegt wasserchemisch deutlich über dem Brandenburg-Durchschnitt. 19,9 °dH sind hart, während viele Orte im Land eher mit weichem bis mittelhartem Wasser aus sandigen Grundwasserleitern leben. Der Unterschied kommt aus dem Untergrund des Märkisch-Oderlandes. Hier prägen eiszeitliche Ablagerungen, tonige und lehmige Schichten sowie kalkhaltige Geschiebemergel den Weg des Grundwassers. Auf seinem langen Lauf durch diese Gesteine löst es Mineralien, vor allem Calcium und Magnesium. Auch die Nähe zur Oder und zu den Niederungen des Oderbruchs wirkt mit, denn dort werden Grundwasserströme gebündelt und geochemisch verändert. So entsteht ein deutlich mineralreicheres Wasser als in vielen brandenburgischen Landschaften mit lockeren Sanden. Die Versorgung von Märkische Höhe läuft über das Trinkwassernetz des Märkisch-Oderlandes; zuständig ist der Wasserverband Strausberg-Erkner über die regionalen Anlagen im Landkreis, aus denen auch die Ortsteile der Gemeinde gespeist werden. Das Wasser stammt aus Grundwasserbrunnen im regionalen Gewinnungsgebiet, nicht aus einer Talsperre. Es wird aus tieferen, geschützten Schichten gefördert, die unter den Grundmoränen und Niederungsablagerungen liegen. Dort sammelt sich Wasser, das lange im Boden unterwegs war und dabei den harten Charakter entwickelt hat. Oberflächengewässer wie die Oder liefern hier kein direktes Trinkwasser, bestimmen aber die hydrogeologischen Verhältnisse der ganzen Region mit. Gerade im Vergleich zu Nachbarorten zeigt sich Märkische Höhe von seiner deutlich härteren Seite. Richtung Seelow, Wriezen oder entlang der lockeren Sanderflächen im weiteren Brandenburg fällt die Härte oft spürbar niedriger aus, weil dort das Wasser schneller durch sandige Schichten läuft und weniger Mineralien aufnimmt. Märkische Höhe liegt dagegen in einem Gebiet, in dem eiszeitliche Bodenschichten und grundwasserführende Horizonte das Wasser länger prägen. Das Ergebnis ist ein Ortsbild aus Feldern, kleinen Höhenzügen und Niederungen, das sich auch im Glas widerspiegelt: mineralisch, kalkreich und klar regional geprägt. Wer hier Wasser zapft, bekommt kein beliebiges Brandenburg-Wasser, sondern ein Produkt der märkischen Eiszeitlandschaft und ihres tiefen Untergrunds.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Strausberg-Erkner

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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