Wasserhärte in Martinlamitzer Forst-Nord

9,4 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Fernwasserversorgung Oberfranken

Website

Praktische Tipps bei 9,4 °dH

Spülmaschine

Bei 9,4 °dH in Martinlamitzer Forst-Nord: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Martinlamitzer Forst-Nord liegt mit 9,4 °dH 7,9 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Martinlamitzer Forst-Nord
9,4
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Martinlamitzer Forst-Nord liegt mit 9,4 °dH 5,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Martinlamitzer Forst-Nord
9,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Martinlamitzer Forst-Süd 9,5 °dH mittel
Kirchenlamitz, St 9,5 °dH mittel
Schwarzenbach a.d.Saale, St 9,4 °dH mittel
Schönwald, St 10 °dH mittel
Rehau, St 10 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Martinlamitzer Forst-Nord

Zwischen dem Grünen Band am ehemaligen innerdeutschen Grenzsaum und den bewaldeten Rücken des Frankenwaldes liegt ein Wassereinzugsgebiet, das vom kristallinen Untergrund lebt. Gneis, Schiefer und verwitterte Sandsteine prägen hier den Boden, dazu saure Waldböden mit wenig Kalk. Genau deshalb steigt die Wasserhärte nicht in den Bereich stark kalkhaltiger Karstgebiete, sondern bleibt mit 9,4 °dH im mittleren Feld. Regenwasser sickert rasch durch die Forstflächen, sammelt sich in klüftigen Gesteinsschichten und wird auf dem Weg ins Grundwasser nur mäßig mit Calcium und Magnesium angereichert. Auch die kleinen Bäche, die über Gräben und Wiesentäler Richtung Saale und Selbitz entwässern, halten den mineralischen Eintrag vergleichsweise niedrig. Der Landschaftsraum wirkt damit wie ein natürlicher Filter: wenig Kalk im Untergrund, viel Wald darüber, dazu kurze Fließwege und kaum großräumige Aufhärtung durch mächtige Sedimentpakete. Das Trinkwasser kommt hier nicht aus einer Talsperre, sondern aus regionalen Brunnen und Quellfassungen im Landkreis Hof, die von der örtlichen Versorgungsstruktur des Hofer Landes gespeist werden. Zuständig ist der Zweckverband der Fernwasserversorgung Oberfranken, dessen Leitungen und Ortsnetze den abgelegenen Forstbereich mit aufbereitetem Mischwasser aus lokalen Gewinnungsgebieten versorgen. Diese Herkunft erklärt den gleichmäßigen Charakter des Wassers: kein extrem hartes Kalkwasser, wie es in manchen fränkischen Muschelkalkräumen vorkommt, aber auch kein sehr weiches Mittelgebirgswasser aus reinen Hochlagen. Die Mischung aus Grundwasser und quellgespeisten Anteilen hält den Wert stabil und macht die Versorgung unabhängig von einzelnen kleinen Waldquellen, die in trockenen Sommern rasch schwanken könnten. Gegenüber den Nachbarorten am Rand von Schwarzenbach am Wald, Issigau oder weiter Richtung Münchberg zeigt Martinlamitzer Forst-Nord damit ein eigenständiges Profil. In den offen liegenden Tälern mit stärkerem Einfluss von Kalk- und Lössablagerungen liegen die Härtewerte oft höher; im tieferen Fichtelgebirge können sie wieder deutlich abfallen. Hier dazwischen, im Waldgürtel des Nordostens Oberfrankens, bleibt das Wasser mittig und ruhig. Es trägt die Handschrift eines Grenzlandes, das geologisch weder ganz fränkisch-kalkig noch ganz hochgebirgig weich ist. Genau diese Lage zwischen den Landschaftsräumen des Landkreises Hof macht den Unterschied aus: ein Trinkwasser, das vom Wald, vom Schieferboden und von kurzen, sauberen Versickerungswegen erzählt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Fernwasserversorgung Oberfranken

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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