Wasserhärte in Neulewin

PLZ 16259 · Märkisch-Oderland, Brandenburg

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserzweckverband Oderbruch

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Neulewin: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Neulewin liegt mit 20 °dH 3,6 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Neulewin
20
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Neulewin liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Neulewin
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neutrebbin 21,3 °dH hart
Oderaue 19 °dH hart
Bliesdorf 19,2 °dH hart
Wriezen 18,9 °dH hart
Letschin 21,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Neulewin

Neulewin liegt beim Trinkwasser deutlich über dem brandenburgischen Mittel. 20 °dH sind hier kein Zufall, sondern Folge der Landschaft am Unterlauf der Oder. Die Region von Märkisch-Oderland ruht auf eiszeitlichen Sanden, Geschiebemergel und Grundwasserleitern, die auf ihrem Weg durch kalk- und mineralreiche Schichten viel Calcium und Magnesium aufnehmen. Dazu kommt die Nähe zur Oderaue mit ihren alten Niederungsbereichen. Das Grundwasser steht hier oft unter Einfluss von Fluss- und Auenablagerungen, die den Härtegrad anheben. Im Vergleich zu vielen Orten im Westteil Brandenburgs, wo lockerere Sande oft weicheres Wasser zulassen, fällt Neulewin damit klar in die harte Zone. Auch gegenüber Nachbarorten im Oderbruch bleibt das Wasser meist ähnlich kräftig mineralisiert, weil die geologischen Verhältnisse großräumig dieselben sind. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Wasser- und Abwasserzweckverbands Oderbruch, der die Versorgung in der Gemeinde organisiert. Gefördert wird es aus lokalen Grundwasserbrunnen im Oderbruch und den angrenzenden Niederungen, nicht aus einer Talsperre. Diese Brunnen erschließen tiefere Grundwasserhorizonte, die durch die Sedimente der Oder und der eiszeitlichen Ablagerungen geprägt sind. Genau dort sammelt sich Wasser, das auf seinem Weg durch den Untergrund Kalk und andere Mineralstoffe aufnimmt. Neulewin hängt damit an einem regionalen Versorgungssystem, das auf kurze Wege und ortsnahe Gewinnung setzt. Die Nähe zur Oder ist dabei entscheidend, denn sie beeinflusst seit Jahrhunderten die Schichtung der Böden und damit auch die Zusammensetzung des Trinkwassers. Der Unterschied zu Orten weiter westlich in Brandenburg ist spürbar. Dort dominieren oft ausgedehnte Sandflächen mit weniger gelösten Mineralien, während im Oderbruch die flachen Niederungen, Auen und ehemaligen Flussarme das Wasser härter machen. Neulewin teilt diese Lage mit den umliegenden Orten im Landkreis Märkisch-Oderland, wirkt aber durch die direkte Nähe zur Oder und die Niederungslandschaft noch stärker geprägt. Wer das Wasser hier nutzt, hat also ein Produkt der Landschaft vor sich: geformt von Fluss, Aue und eiszeitlichem Untergrund, geliefert aus regionalen Brunnen und deutlich mineralischer als der Landesdurchschnitt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserzweckverband Oderbruch

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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