Wasserhärte in Nordwestuckermark

PLZ 17291 · Uckermark, Brandenburg

17,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Uckermark

Website

Praktische Tipps bei 17,8 °dH

Spülmaschine

Bei 17,8 °dH in Nordwestuckermark: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Nordwestuckermark liegt mit 17,8 °dH 1,4 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Nordwestuckermark
17,8
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Nordwestuckermark liegt mit 17,8 °dH 3,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Nordwestuckermark
17,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Prenzlau 21 °dH hart
Boitzenburger Land 17,6 °dH hart
Uckerland 20,1 °dH hart
Oberuckersee 21,7 °dH hart
Woldegk, Windmühlenstadt 19 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Nordwestuckermark

Das Trinkwasser in Nordwestuckermark liefert der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Uckermark, kurz UVA Uckermark, aus Grundwasserfassungen im nördlichen Uckermarkraum. Die Versorgung hängt hier nicht an Talsperren oder Fernwasser, sondern an örtlichen Tiefbrunnen in den sandigen und kiesigen Schichten zwischen Gollmitz, Fürstenwerder und der Feldmark Richtung Grimme. Diese Brunnen greifen auf Grundwasser zu, das durch eiszeitliche Sande, Geschiebemergel und kiesige Ablagerungen nur langsam fließt. Auf dem Weg durch diese Schichten löst es viel Calcium und Magnesium aus dem Untergrund. Genau daraus ergibt sich der Härtewert von 17,8 °dH, der in Nordwestuckermark als hart ausgewiesen wird. Die Landschaft ringsum prägt das Wasser sichtbar. Nordwestuckermark liegt auf der Uckermärkischen Grundmoränenlandschaft, mit flachen Hügeln, vermoorten Senken und kleinen Bächen, die eher sammeln als speisen. Die Nähe zu den Rinnen von Randow und Welse, dazu die eiszeitlichen Ablagerungen aus Sand, Lehm und Geschiebe, sorgen für mineralreiches Rohwasser. In tieferen Grundwasserleitern werden die gelösten Mineralien nicht mehr herausgefiltert, sondern mit gefördert. Darum fällt der Härtewert hier höher aus als an vielen Stellen im Westen Brandenburgs, wo breite Sandflächen oft weicheres Wasser liefern. Auch gegenüber den Seen- und Moorlagen der Uckermark bleibt Nordwestuckermark deutlich kalkreicher, weil das Wasser länger im mineralischen Untergrund unterwegs ist und weniger durch reine Sandkörper verdünnt wird. Der Unterschied zu Nachbarorten ist spürbar. Prenzlau, Gerswalde oder Lychen stehen je nach örtlicher Fassung auf anderen Grundwasserständen und in anderen Schichten, teils mit geringerer Mineralisierung. Nordwestuckermark liegt näher an den Randlagen der Grundmoräne, wo der Untergrund wechselhafter ist und kalkhaltige Bestandteile häufiger in das Wasser gelangen. Gegenüber dem Brandenburger Flachland südlich der Uckermark, das vielerorts weichere Werte aufweist, zeigt sich hier ein klar härteres Profil. Das Wasser kommt also nicht aus einem großen überregionalen Verband, sondern aus den lokalen Brunnen des Verbands im Uckermarker Norden. Genau diese Nähe zu den eigenen Grundwasserleitern macht den Ort wasserchemisch eigenständig und erklärt, warum der Härtewert hier über dem Landesdurchschnitt liegt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Uckermark

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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