Wasserhärte in Pleß

PLZ 87773 · Unterallgäu, Bayern

17,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verwaltungsgemeinschaft Boos

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Praktische Tipps bei 17,2 °dH

Spülmaschine

Bei 17,2 °dH in Pleß: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Pleß liegt mit 17,2 °dH genau im Durchschnitt (17,3 °dH).

Pleß
17,2
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Pleß liegt mit 17,2 °dH 2,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Pleß
17,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Fellheim 16,8 °dH hart
Kirchdorf an der Iller 16,3 °dH hart
Dettingen an der Iller 15,7 °dH hart
Boos 17 °dH hart
Kellmünz a.d.Iller 16,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Pleß

Unter Pleß liegt kein reiner Sandboden, sondern das geologische Erbe der Eiszeit. Das Unterallgäu wurde von Gletschern, Schmelzwasser und späteren Flussablagerungen geprägt. Unter der Oberfläche finden sich Moränenschutt, Kies, Sand und dazwischen mergelige Schichten aus dem Vorland der Alpen. Solche Gesteine und Lockersedimente speichern Regenwasser nur teilweise und geben es auf dem Weg zum Grundwasser mit viel Kalk und Magnesium mit. Genau daraus entsteht die Härte von 17,2 °dH: Das Wasser löst unterwegs Mineralien aus dem kalkreichen Untergrund, der im Illerraum und in den Niederungen des Landkreises überall Spuren hinterlassen hat. Im Vergleich zu Orten mit stärker sandigen, kalkärmeren Schichten ist das Wasser in Pleß deutlich mineralreicher. Gegenüber weiten Teilen Bayerns liegt der Wert im harten Bereich und damit spürbar über vielen Stadtgebieten mit weicherem Fernwasser. Das Trinkwasser für Pleß kommt aus dem Netz des regionalen Versorgers, der im Unterallgäu die örtliche Versorgung organisiert und auf tief gefasste Grundwasserbrunnen im Einzugsgebiet der Iller- und Moränenlandschaft setzt. Dort wird Wasser aus geschützten Grundwasserleitern gewonnen, gereinigt und über das Leitungsnetz in den Ort gebracht. Die Nähe zu kiesigen Talfüllungen, zu eiszeitlichen Schottern und zu kalkreichen Ablagerungen prägt dabei die Mineralisierung. Flüsse wie Iller und die kleineren Bäche der Umgebung wirken nicht als direkte Trinkwasserquelle, sie markieren aber die Landschaft, in der sich das Grundwasser bildet und bewegt. Pleß erhält damit kein weiches Alpwasser und auch kein Fernwasser aus großen Talsperren, sondern Wasser aus der eigenen, geologisch geformten Region. Gegenüber Nachbarorten im Unterallgäu zeigt sich Pleß damit als typisch für den südwestlichen Landkreis, aber härter als manche höher gelegenen oder stärker von anderem Untergrund geprägten Gemeinden. Orte auf jüngeren, kalkärmeren Schottern können niedrigere Härtewerte haben, während die Gemeinden im Einfluss der Moränenzüge und des kalkreichen Voralpenraums oft ähnliche Werte erreichen. Pleß liegt genau in dieser Übergangszone zwischen Iller, Schotterflächen und den vom Eis geformten Hügeln. Darum schmeckt das Wasser hier nicht nach Fernleitung, sondern nach Boden unter den Füßen: nach Kalk, Kies und dem langen Weg durch die Landschaft des Unterallgäus.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verwaltungsgemeinschaft Boos

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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