Wasserhärte in Postlow

PLZ 17391 · Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

18,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Anklam

Website

Praktische Tipps bei 18,8 °dH

Spülmaschine

Bei 18,8 °dH in Postlow: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Postlow liegt mit 18,8 °dH 1 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Postlow
18,8
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Postlow liegt mit 18,8 °dH 4,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Postlow
18,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Medow 19,1 °dH hart
Blesewitz 19,5 °dH hart
Stolpe an der Peene 19,1 °dH hart
Neuenkirchen 19,1 °dH hart
Butzow 19,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Postlow

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald gehört zu den geologisch wechselhaftesten Räumen Nordostdeutschlands. Hier liegen eiszeitliche Endmoränen, Sanderflächen, Grundmoränen und junge Niederungen dicht nebeneinander. Unter dem Boden wechseln sandige, gut durchlässige Schichten mit tonigen und mergeligen Lagen aus der Eiszeit. Genau diese Ablagerungen prägen das Grundwasser. Auf dem Weg durch kalkhaltige Geschiebemergel und eiszeitliche Sedimente nimmt es viel Calcium und Magnesium auf. Darum fällt das Trinkwasser im Bereich von Postlow mit 18,8 °dH deutlich hart aus. Die Nähe zur Peene-Niederung und zu den Entwässerungs- und Bachtälern der Region sorgt zusätzlich dafür, dass das Wasser nicht aus weichem, kristallinem Untergrund stammt, sondern aus mineralreichen Lockersedimenten, wie sie zwischen Anklam, der Peene und den flachwelligen Ackerflächen des Umlands verbreitet sind. Postlow selbst liegt in einem ländlich geprägten Versorgungsraum, der nicht von einer großen Fernwasserleitung abhängt, sondern von lokalen Grundwasserfassungen lebt. Das Trinkwasser stammt aus Brunnen des regionalen Wasserversorgers, der die Ortschaften im Amt Anklam-Land und im Umland von Anklam betreut; zuständig ist der Wasser- und Abwasserzweckverband Anklam. Gewonnen wird das Wasser aus Tiefbrunnen in den sandigen Niederungs- und Geesträndern der Umgebung, aufbereitet und anschließend in das Netz eingespeist. Quellen oder Talsperren spielen hier keine Rolle, denn das Wasser kommt direkt aus dem Untergrund der Region. Gerade diese Herkunft aus den eiszeitlich geprägten Schichten erklärt den deutlichen Mineralgehalt. Postlow steht damit nicht allein, liegt aber am oberen Rand dessen, was in Mecklenburg-Vorpommern häufig gemessen wird. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich vor allem im Vergleich innerhalb Vorpommerns. In manchen Orten auf rein sandigen Flächen ist das Wasser spürbar weicher, weil dort weniger kalkführende Schichten durchströmt werden. Postlow liegt dagegen in einem Bereich, in dem das Grundwasser länger mit Geschiebemergel, kalkigem Feinmaterial und den Ablagerungen der Peene- und Randniederungen in Kontakt bleibt. Darum ist das Wasser kräftiger mineralisiert als in vielen Küsten- und Moorlagen des Landes. Auch im weiteren Mecklenburg-Vorpommern reicht die Spannweite von weichen, grundwasserarmen Sandgebieten bis zu deutlich härteren Wässern aus moränenreichen Landstrichen. Postlow gehört klar zur härteren Seite dieser Karte. Die Lage zwischen Anklam, den Niederungen der Peene und den leicht erhöhten Ackerflächen des Hinterlands prägt den Charakter des Wassers sichtbar stärker als in den tiefer sandigen Nachbargemeinden.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Anklam

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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