Wasserhärte in Raubling

PLZ 83064 · Rosenheim, Bayern

20,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserwerk Raubling

Website

Praktische Tipps bei 20,7 °dH

Spülmaschine

Bei 20,7 °dH in Raubling: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Raubling liegt mit 20,7 °dH 3,4 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Raubling
20,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Raubling liegt mit 20,7 °dH 6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Raubling
20,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neubeuern 20,4 °dH hart
Brannenburg 19,9 °dH hart
Rohrdorf 20,4 °dH hart
Nußdorf a.Inn 19,4 °dH hart
Flintsbach a.Inn 19,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Raubling

Unter Raubling liegt kein junges, weiches Siedlungsland, sondern ein Untergrund aus den eiszeitlichen Ablagerungen des Inntals. Schotter, Kiese, Sande und dazwischen mergelige Lagen aus Moränenmaterial prägen den Boden. Dieses Material brachte der Inn zusammen mit den Gletschern der letzten Eiszeiten heran und lagerte es in dicken Schichten ab. Das Wasser sickert hier schnell durch die groben Kiese, nimmt dabei Kalk aus den alpinen Gesteinen des Einzugsgebiets auf und wird auf dem Weg in die Brunnen deutlich härter. Der Wert von 20,7 °dH passt zu diesem Bodenbild: viel karbonatisches Gestein im Hinterland, durchlässige Schotter im Tal und wenig weicher Oberflächenzulauf, der die Härte spürbar senken könnte. Auch die Nähe zu Inn und Mangfallraum spielt mit, denn das Grundwasser wird in dieser Talniederung ständig durch mineralreiches Alpenwasser gespeist und erneuert. Raubling bezieht sein Trinkwasser aus dem örtlichen Wasserleitungsnetz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Flintsbacher Gruppe. Die Versorgung stützt sich auf Tief- und Grundwasserbrunnen im Inntal und im angrenzenden Voralpenraum, nicht auf eine Talsperre. Gefasst wird also Wasser aus dem natürlichen Grundwasserkörper, der sich unter den Schottern zwischen Raubling, Großholzhausen und den nördlichen Talbereichen ausbreitet. Gerade diese Herkunft erklärt die spürbare Härte: Das Wasser hatte auf seinem Weg durch Kies, Sand und kalkhaltige Gesteinsschichten viel Kontaktzeit mit Mineralien. Im Vergleich zu vielen bayerischen Orten mit weicherem Trinkwasser aus Hochlagen, Moorgebieten oder weitgehend kalkarmen Speichern liegt Raubling klar auf der härteren Seite. Auch Nachbarorte im Mangfall- und Inntalraum zeigen oft ähnliche Werte, doch die Mischung aus alpinem Schotter, Kalkanteil und kräftiger Grundwasserneubildung macht Raubling besonders markant. Im Landkreis Rosenheim gehört Raubling damit zu den Orten, deren Wasser nicht aus einem geschützten Stausee stammt, sondern direkt aus dem mineralreichen Talgrund. Das unterscheidet den Ort auch von Teilen Oberbayerns, wo Quellen aus höheren, entkalkten Lagen oder Mischsysteme mit geringerer Härte dominieren. Hier spricht der Untergrund selbst mit. Die geologischen Schichten unter dem Ort geben dem Wasser seinen Charakter, und der Innraum liefert die ständige Neubildung. Raubling liegt damit zwischen alpiner Herkunft und Talboden, und genau dort entsteht das harte Wasser, das sich vom weichen Wasser mancher Voralpen- und Moorgebiete deutlich absetzt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserwerk Raubling

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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