Wasserhärte in Riedenheim

PLZ 97283 · Würzburg, Bayern

27,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Reichenberg-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 27,1 °dH

Spülmaschine

Bei 27,1 °dH in Riedenheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Riedenheim liegt mit 27,1 °dH 9,8 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Riedenheim
27,1
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Riedenheim liegt mit 27,1 °dH 12,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Riedenheim
27,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gelchsheim 26,8 °dH hart
Röttingen, St 24 °dH hart
Sonderhofen 27,7 °dH hart
Bieberehren 25,1 °dH hart
Aub, St 28,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Riedenheim

Unter Riedenheim liegt kein junges Lockersediment, sondern der feste Untergrund der südlichen Mainfränkischen Platten. Hier dominieren Muschelkalk und darüber gelegene tonige und mergelige Schichten, die einst im flachen Meer der Trias abgelagert wurden. Später hob sich das Gebiet, wurde zerlegt und von Bächen wie der Gollach und ihren Zuflüssen angeschnitten. Regenwasser sickert durch die Kalkbänke und nimmt dabei viel Calcium und Magnesium auf. Genau deshalb erreicht Riedenheim mit 27,1 °dH einen harten Wert. Der Kalkstein gibt rasch Mineralien ab, während dichte Mergel die Versickerung bremsen und das Wasser im Untergrund länger mit dem Gestein in Kontakt halten. Anders als in vielen bayerischen Voralpenorten mit weichem Bergwasser gibt es hier keine granitischen oder alpinen Einzugsgebiete, sondern ein trockenes Hügelland aus Kalk und Mergel, das das Wasser deutlich mineralreicher macht als in weiten Teilen des übrigen Bayern. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre und auch nicht aus großen Fernleitungen, sondern aus den örtlichen und regionalen Grundwasserfassungen des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Reichenberg-Gruppe. Versorgt werden die Ortsteile aus Brunnen im Muschelkalkgebiet des Ochsenfurter Gaus und der angrenzenden Hochflächen. Dort sammelt sich Niederschlagswasser in den geklüfteten Kalkschichten, wird gefasst und nach Aufbereitung ins Netz eingespeist. Der Verband mit Sitz in der Region Würzburg liefert damit Wasser, das direkt aus dem wasserführenden Kalkuntergrund stammt. Die Härte spiegelt genau diese Herkunft: je länger das Wasser durch die Kalk- und Mergelbänke des Umlands wandert, desto höher liegt der Mineralgehalt. Im Vergleich zu Nachbarorten im Landkreis Würzburg fällt Riedenheim mit seinem hartem Wasser deutlich auf. Orte näher am Main oder an stärker durchmischten Talfüllungen haben teils weichere Werte, weil dort mehr Sand, Kies und andere Lockersedimente den Kontakt zum Kalk mindern. Riedenheim liegt dagegen auf der Hochfläche zwischen den Tälern, wo der Muschelkalk fast überall den Ton angibt. Auch gegenüber vielen bayerischen Regionen mit Mooren, Sandsteinen oder alpinem Schmelzwasser ist der Unterschied klar: Hier prägen Kalkrücken, flache Trockentäler und wenig oberirdisches Wasser die Versorgung. Das Trinkwasser trägt deshalb den geologischen Stempel dieser Landschaft, vom Untergrund bis ins Leitungsnetz.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Reichenberg-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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