Wasserhärte in Schnaudertal

PLZ 06712 · Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt

22,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

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Praktische Tipps bei 22,8 °dH

Spülmaschine

Bei 22,8 °dH in Schnaudertal: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Schnaudertal liegt mit 22,8 °dH 1,2 °dH über dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Schnaudertal
22,8
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Schnaudertal liegt mit 22,8 °dH 8,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schnaudertal
22,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pölzig 22,4 °dH hart
Hirschfeld 18,9 °dH hart
Bethenhausen 22,4 °dH hart
Gutenborn 22,8 °dH hart
Dobitschen 34 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Schnaudertal

Der Burgenlandkreis liegt auf einem Untergrund, der Wasser nicht einfach nur durchlässt, sondern es an vielen Stellen mit Kalk und Gips anreichert. Zwischen Elster, Unstrut und den welligen Muschelkalk- und Buntsandsteinrücken prägen im Süden auch Zechsteinfolgen und lössbedeckte Flächen das Bild. Genau diese Schichten sorgen dafür, dass Grundwasser auf seinem Weg durch den Untergrund viel Calcium und Magnesium aufnimmt. Schnaudertal liegt damit in einer Zone, in der harte Wässer typisch sind, weil das Wasser aus den niederschlagsarmen, aber mineralreichen Grundwasserleitern des südlichen Sachsen-Anhalts kommt und nicht aus weichen Mittelgebirgsquellen. Der Wert von 22,8 °dH passt zu dieser geologischen Mischung aus karbonatreichen Gesteinen, verkarsteten Bereichen und tief zirkulierendem Grundwasser, das unterwegs lange Kontaktzeiten mit dem Gestein hat. Vor Ort wird das Trinkwasser aus dem Netz des regionalen Versorgers bezogen, der den Burgenlandkreis mit Grundwasser aus örtlichen Wasserfassungen versorgt. Entscheidend sind die Brunnen und Gewinnungsanlagen des zuständigen Versorgers in der Umgebung, nicht eine große Talsperre wie in manchen Harz- oder Oberharzorten. Das Wasser gelangt aus gefassten Grundwasserhorsten und Brunnenfeldern über Aufbereitung und Druckzonen in die Ortsteile von Schnaudertal. Damit hängt die Versorgung eng mit den lokalen Grundwasserständen und den mineralreichen Schichten zwischen Weißenfels, Zeitz und dem Umland der Schnauder zusammen. Der harte Charakter kommt also nicht aus einer einzelnen Quelle, sondern aus dem regionalen Wasserkreislauf, der durch Kalk, Dolomit und weitere karbonatische Gesteine geprägt ist. Gegenüber Nachbarorten im Saale-, Unstrut- und Elstertiefland fällt Schnaudertal mit seinem höheren Härtegrad auf. Weiter nördlich und westlich liegen Orte, deren Wasser teils aus anderen Fassungen mit geringerer Mineralisierung stammt; dort wirken sandigere oder stärker gemischte Schichten oft weicher. In Sachsen-Anhalt insgesamt reicht die Spannweite von sehr weichem Harzwasser bis zu deutlich härteren Wässern im Süden. Schnaudertal gehört klar zur harten Seite dieses Spektrums. Der Ort steht damit näher bei den kalkreichen Versorgungsgebieten des Burgenlandkreises als bei den weichen Harzrand- oder Elbwasser-Zonen des Landes.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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