Wasserhärte in Seehausen (Altmark)

PLZ 39615 · Stendal, Sachsen-Anhalt

15,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Stendal-Osterburg

Website

Praktische Tipps bei 15,5 °dH

Spülmaschine

Bei 15,5 °dH in Seehausen (Altmark): Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Seehausen (Altmark) liegt mit 15,5 °dH 6,1 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Seehausen (Altmark)
15,5
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Seehausen (Altmark) liegt mit 15,5 °dH 0,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Seehausen (Altmark)
15,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Aland 17,7 °dH hart
Rühstädt 15,8 °dH hart
Altmärkische Wische 17,7 °dH hart
Altmärkische Höhe 17,7 °dH hart
Wittenberge 14,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Seehausen (Altmark)

Zwischen Elbe, Aland und den flachen Niederungen der Altmark liegt Seehausen in einer Landschaft aus Sand, Geschiebelehm und eiszeitlichen Ablagerungen. Die wenigen Höhenzüge der Umgebung sind sanft, doch sie lenken das Regenwasser rasch in die Niederungen und lassen nur begrenzt Versickerung zu. Das Grundwasser nimmt dabei auf seinem Weg durch kalkhaltige Schichten Mineralien auf, vor allem aus Sanden mit kalkigem Anteil und aus bindigen Schichten, die in der Altmark vielerorts von der Eiszeit hinterlassen wurden. So entsteht der Härtewert von 15,5 °dH, der deutlich über dem liegt, was in der norddeutschen Tiefebene an manchen Orten noch weicher ausfällt. Die Nähe zu Elbe und Aland prägt den Untergrund indirekt, weil ihre Auen die lockeren Sedimente immer wieder umschichten und das Wasser in seichten, aber mineralreichen Grundwasserleitern führen. Das Trinkwasser kommt vor Ort aus dem Netz des Wasserverbandes Stendal-Osterburg, der die Versorgung in Seehausen über eigene Brunnen in den wasserführenden Schichten des Landkreises Stendal organisiert. Genutzt werden Grundwasserressourcen aus tiefen Förderbrunnen, nicht aus Talsperren oder Fernwasserleitungen. Die Förderung stützt sich auf die regionalen Sand- und Kieskörper der Altmark, die das Wasser sauber speichern und zugleich mit Calcium und Magnesium anreichern. Seehausen liegt damit in einer Versorgungslandschaft, die stark vom Grundwasser lebt und weniger von Oberflächenwasser. Das unterscheidet den Ort von Regionen Sachsen-Anhalts, die näher an Harzquellen, Talsperren oder anderen Mischsystemen liegen. Auch im Vergleich zu den Nachbarorten zeigt sich die Lage deutlich. In den Elbniederungen und in Teilen der nördlichen Altmark schwanken die Härtewerte zwar ebenfalls, doch Seehausen liegt mit 15,5 °dH klar im harten Bereich und damit über manchen Orten mit weicherem, stärker sandgeprägtem Wasser. Gegenüber tiefer im Landkreis Stendal gelegenen Gemeinden fällt auf, dass hier das Grundwasser länger durch kalkhaltige Schichten zirkuliert und deshalb mineralischer aus dem Hahn kommt. Die Landschaft um Seehausen liefert also nicht nur den Rahmen, sondern auch die Erklärung: flache Auen, eiszeitliche Sande, bindige Schichten und ein Grundwasser, das auf seinem Weg durch die Altmark spürbar Härte mitnimmt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Stendal-Osterburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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