Wasserhärte in Seelow

PLZ 15306 · Märkisch-Oderland, Brandenburg

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Seelow GmbH

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Seelow: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Seelow liegt mit 21 °dH 4,6 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Seelow
21
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Seelow liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Seelow
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gusow-Platkow 21,3 °dH hart
Lindendorf 21 °dH hart
Lietzen 20,6 °dH hart
Vierlinden 21 °dH hart
Golzow 19,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Seelow

Die Stadtwerke Seelow versorgen die Kreisstadt aus dem Wasserwerk Seelow, das sein Rohwasser aus tiefen Grundwasserbrunnen im Stadtgebiet und am Rand der Oderbruch-Niederung bezieht. Das Wasser stammt nicht aus einer Talsperre oder aus einem Fernverbund, sondern aus dem Untergrund der offenen Landschaft zwischen Seelower Höhen und Oderbruch. Dort liegen mächtige quartäre Sande und Kiese über tonigen und lehmigen Schichten. Durch diese Schichten sickert Regenwasser langsam nach unten und löst auf seinem Weg Kalk und Magnesium aus den Sedimenten. Genau deshalb liegt Seelow bei 21 °dH und damit im harten Bereich. Die Nähe zur Oder prägt den Untergrund zusätzlich. Der Fluss hat über lange Zeit frische Sand- und Schotterlagen abgelagert, aber die Grundwasserleiter bleiben mineralreich. Das Wasserwerk nutzt diese örtlichen Brunnen und bereitet das geförderte Grundwasser anschließend auf, bevor es in das Netz der Stadt geht. Seelow liegt geologisch anders als viele Orte im flachen Brandenburg, wo oft deutlich weichere Werte aus Sanden ohne nennenswerte Kalknachlieferung gemessen werden. Im Oderbruch und an den Randlagen von Letschin, Golzow oder Neutrebbin ist das Wasser zwar ebenfalls grundwasserbasiert, doch die Zusammensetzung schwankt je nach Tiefe und Schichtfolge. Seelow fällt mit seinem härteren Wasser auf, weil die Sedimente hier stärker mineralisiert sind und der Untergrund aus der eiszeitlich geprägten Landschaft der Seelower Höhen und des Oderbruchs mehr gelöste Härtebildner freigibt. Dazu kommt die Lage am Übergang zwischen höherem Land und Niederung. Dieser Wechsel sorgt für andere Fließwege des Grundwassers als in weiter westlich gelegenen brandenburgischen Sandgebieten. Das Ergebnis ist ein klar regionaler Unterschied, der sich im Wasserhärtewert deutlich zeigt. Der Versorger bleibt dabei eng an den Ort gebunden. Seelow wird nicht über große Fernleitungen aus entfernten Wasserwerken gespeist, sondern aus den lokalen Brunnen der Stadtwerke Seelow. Das macht den Bezug zum Untergrund besonders direkt. Wer den Geschmack des Wassers mit dem von Nachbarorten vergleicht, merkt die härtere, mineralische Prägung schnell. Zwischen Wriezen, Bad Freienwalde und den Dörfern des Oderbruchs wechseln die Werte je nach Brunnenstandort und Schichtprofil, doch Seelow gehört zu den Orten, an denen das Wasser spürbar kräftiger ausfällt als in vielen anderen Teilen Brandenburgs. Die Ursache liegt nicht im Zufall, sondern im Boden unter der Stadt, in den sandigen und lehmigen Ablagerungen der Oderregion und in den tiefen Brunnen, aus denen das Trinkwasser hier gewonnen wird.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Seelow GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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