Wasserhärte in Stendal

PLZ 39576 · Stendal, Sachsen-Anhalt

15,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Stendal GmbH

Website

Praktische Tipps bei 15,3 °dH

Spülmaschine

Bei 15,3 °dH in Stendal: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Stendal liegt mit 15,3 °dH 6,3 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Stendal
15,3
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Stendal liegt mit 15,3 °dH 0,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Stendal
15,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hassel 17,7 °dH hart
Eichstedt (Altmark) 15,3 °dH hart
Tangermünde 35 °dH hart
Schönhausen (Elbe) 16,6 °dH hart
Arneburg 16,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Stendal

Die Stadtwerke Stendal GmbH versorgen Stendal mit Trinkwasser aus eigenen Grundwasserfassungen im Stendaler Umland. Das Wasser stammt aus Tiefbrunnen in den Niederungen der Altmark, vor allem aus dem Gebiet zwischen Stendal, Borstel und den Ortsteilen nördlich der Stadt, wo quartäre Sand- und Kiesschichten über kalkhaltigen und tonigen Grundwasserleitern liegen. Aus diesen Schichten wird Grundwasser gefördert, das sich über lange Wege im Untergrund mit Calcium und Magnesium anreichert. Genau daraus ergibt sich die Wasserhärte von 15,3 °dH. Die Landschaft um Stendal ist flach, von der Uchte, der Biese und kleineren Gräben geprägt, dazu kommen eiszeitliche Sande, Geschiebemergel und lokal stärker mineralisierte Untergründe. Harte Wasserwerte sind hier kein Zufall, sondern ein Ergebnis dieser geologischen Schichtenfolge im nördlichen Sachsen-Anhalt. Stendal unterscheidet sich damit klar von vielen Orten im Westen und Süden des Landes, wo teilweise weichere Rohwässer aus anderen Grundwasserhorizonten oder Fernwasserbezügen vorkommen. In der Altmark liegen die Werte oft ebenfalls im harten Bereich, doch Stendal fällt mit 15,3 °dH deutlich auf und liegt über etlichen Nachbarorten mit etwas geringerer Mineralisierung. Das passt zur Region zwischen Elbe, Tanger und den ausgedehnten Sandflächen der nördlichen Altmark: wenig Oberflächengefälle, lange Versickerungswege und Grundwasser, das reich an gelösten Mineralstoffen bleibt. Anders als in Gebieten mit kalkarmen Deckschichten oder stärkerem Einfluss von Oberflächenwasser ist das Stendaler Trinkwasser daher deutlich härter und geologisch enger an die eigene Niederung gebunden. Die Versorgung kommt nicht aus Talsperren oder Quellgebieten, sondern aus dem eigenen Grundwasservorkommen der Stadtwerke Stendal. Damit bleibt das Trinkwasser stark ortsgebunden und unmittelbar mit der Altmark verknüpft. Wer in Stendal den Hahn aufdreht, bekommt kein Fernwasser aus Harz oder Elbe-Stauraum, sondern Wasser aus dem lokalen Untergrund, gefördert und aufbereitet im Versorgungsnetz der Stadtwerke. Gerade dieser regionale Bezug unterscheidet Stendal auch innerhalb Sachsen-Anhalts: Während manche Regionen an große Verbünde angeschlossen sind, setzt Stendal auf die eigenen Brunnen im Landkreis und auf die natürlichen Speicher der eiszeitlich geprägten Landschaft. Die Härte von 15,3 °dH ist damit ein direktes Spiegelbild des Bodens unter der Stadt und der Wasserwege, die sich dort seit Jahrtausenden durch Sand, Kies und mineralreiche Schichten ziehen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Stendal GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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