Wasserhärte in Thierstein

PLZ 95199 · Wunsiedel i.Fichtelgebirge, Bayern

9,6 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Thiersteiner Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 9,6 °dH

Spülmaschine

Bei 9,6 °dH in Thierstein: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Thierstein liegt mit 9,6 °dH 7,7 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Thierstein
9,6
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Thierstein liegt mit 9,6 °dH 5,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Thierstein
9,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Höchstädt i.Fichtelgebirge 9,5 °dH mittel
Thiersheim 9,6 °dH mittel
Selb, GKSt 10 °dH mittel
Arzberg, St 8,7 °dH mittel
Marktleuthen, St 8,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Thierstein

9,6 °dH prägt Thiersteins Trinkwasser und verweist direkt auf die Geologie des nördlichen Fichtelgebirges. Unter den Ortsteilen liegen vor allem kristalline Gesteine wie Granit, Gneis und andere harte Grundgebirgsschichten, die nur wenig Calcium und Magnesium an das Wasser abgeben. Darum bleibt das Wasser im Vergleich zu vielen fränkischen Kalkgebieten spürbar weicher. Niederschläge versickern in den bewaldeten Höhenzügen um den Thiersteinberg und die umliegenden Rücken, wandern durch Klüfte und Spalten und werden im Untergrund gespeist, statt über kalkreiche Sedimente stark aufzuhärten. Auch die Bäche der Umgebung, die Richtung Eger und Röslau entwässern, prägen das Bild eher indirekt: Sie zeigen, wie stark hier das Wasser von Oberflächenabfluss und Grundgebirgsstrukturen bestimmt wird, nicht von mächtigen Kalkschichten. Deshalb liegt Thierstein mit 9,6 °dH im mittleren Bereich und deutlich unter Orten im südlichen Bayern, wo oft härteres Wasser aus Kalk- und Molassezonen kommt. Das Trinkwasser in Thierstein stammt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Thiersteiner Gruppe. Versorgt werden die Ortsteile über lokale Gewinnungsanlagen im Umfeld des Marktes, vor allem aus Brunnen und Quellfassungen aus dem Fichtelgebirge, die das Wasser aus dem natürlichen Speicher des kristallinen Untergrunds ziehen. Gerade diese Nähe zu eigenen Förderstellen macht den Charakter des Wassers so ortstypisch: kein Fernwasser aus großen Verbundsystemen, sondern Wasser aus dem direkten Umfeld zwischen Thierstein, Höchstädt im Fichtelgebirge, Selb und dem weiteren Grenzraum zur Tschechischen Republik. Die Versorgung bleibt damit eng an die Landschaft gebunden, in der der Niederschlag auf kurzem Weg in die Gewinnungsgebiete gelangt. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge wirkt Thiersteins Wasser ausgewogen und nicht auffällig hart. Nördlich und östlich, wo das Gelände ebenfalls vom Fichtelgebirge und seinen Graniten geprägt ist, bewegen sich die Werte oft in ähnlichen Bereichen. Deutlich stärker abweichend sind dagegen Orte außerhalb des Mittelgebirges, etwa im Muschelkalk und Keuper Frankens, wo die Härte schneller steigt. Thierstein steht damit genau zwischen zwei Welten: geologisch klar vom Urgestein bestimmt, versorgungstechnisch lokal verankert und im regionalen Vergleich eher moderat mineralisiert. Wer hier Wasser aus dem Hahn nimmt, bekommt ein Stück Fichtelgebirge direkt ins Glas.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Thiersteiner Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber