Wasserhärte in Usedom

PLZ 17406 · Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

19,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser Abwasser Insel Usedom

Website

Praktische Tipps bei 19,4 °dH

Spülmaschine

Bei 19,4 °dH in Usedom: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Usedom liegt mit 19,4 °dH 1,6 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Usedom
19,4
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Usedom liegt mit 19,4 °dH 4,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Usedom
19,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Stolpe auf Usedom 19,4 °dH hart
Buggenhagen 19,1 °dH hart
Rankwitz 18,2 °dH hart
Mellenthin 18,7 °dH hart
Lassan 19,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Usedom

Unter Usedom liegt ein Mosaik aus eiszeitlichen Ablagerungen. Die Insel ist von Grundmoräne, Sanden, Kiesen und örtlich auch lehmig-mergeligen Schichten aufgebaut, die die Gletscher der Weichselkaltzeit herangeschoben und nach ihrem Rückzug abgelagert haben. Das Wasser sickert hier nicht durch Kalkstein wie in vielen Binnenlagen, sondern bewegt sich durch junge Lockersedimente. Trotzdem erreicht es auf dem Weg in die Brunnen viel gelöste Mineralfracht. Die 19,4 °dH passen zu diesem Untergrund: In den sandigen Zonen wird Regenwasser rasch durchgelassen, in den tieferen, feineren Moränen- und Geschiebemergellagen nimmt es Calcium und Magnesium auf. Auch die Nähe zu Peenestrom, Achterwasser und den von der Ostseeküste beeinflussten Niederungen prägt die Zusammensetzung des Grundwassers. Das Wasser ist damit deutlich härter als in vielen küstennahen Orten Mecklenburg-Vorpommerns, wo stärkere Sandkörper und geringere Mineralanreicherung oft weichere Werte liefern. Das Trinkwasser auf Usedom kommt aus regionalen Grundwasserwerken des örtlichen Netzbetreibers, der die Insel über Tiefbrunnen in den glazialen Sand- und Kieskörpern versorgt. Diese Brunnen erschließen kein Oberflächenwasser aus Talsperren, sondern geschützte Grundwasserleiter unter der Insel und dem angrenzenden Festland. Dort wird das Wasser gefasst, aufbereitet und in das Inselnetz eingespeist. Zuständig ist der Zweckverband Wasser Abwasser Insel Usedom. Seine Gewinnungsgebiete liegen in den gut durchlässigen eiszeitlichen Ablagerungen, die sich zwischen den Boddenarmen, den Niederungen bei Wolgast und den höher gelegenen Bereichen der Insel erstrecken. Gerade diese Mischung aus schneller Versickerung, langer Verweilzeit im Untergrund und mineralreichen Sedimenten macht den Wassercharakter auf Usedom so eigen. Gegenüber den Nachbarorten fällt Usedom mit seinem Härtewert klar in die obere Zone. Auf der Insel selbst zeigen Orte mit ähnlicher geologischer Lage meist ebenfalls mittlere bis höhere Werte, doch die Unterschiede zwischen Küstensaum, Boddennähe und den entwässerten Siedlungsbereichen sind spürbar. Im Vergleich zu vielen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, etwa dort, wo ausgedehnte Sandflächen und geringere Mergelanteile dominieren, ist das Wasser auf Usedom merklich kalkhaltiger. Das passt zum Inselaufbau: junges Moränenland, wechselnde Sanddecken, eingestreute Geschiebelehme und ein Grundwasser, das auf seinem Weg durch diese Schichten Mineralien aufnimmt. Usedom steht damit für ein norddeutsches Küstengebiet, dessen Trinkwasser nicht weich und arm, sondern geologisch aufgeladen und deutlich härter aus dem Boden kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser Abwasser Insel Usedom

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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