Wasserhärte in Walpertskirchen

PLZ 85469 · Erding, Bayern

19,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Erding

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Praktische Tipps bei 19,6 °dH

Spülmaschine

Bei 19,6 °dH in Walpertskirchen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Walpertskirchen liegt mit 19,6 °dH 2,3 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Walpertskirchen
19,6
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Walpertskirchen liegt mit 19,6 °dH 4,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Walpertskirchen
19,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Lengdorf 19,3 °dH hart
Buch a.Buchrain 18,6 °dH hart
Wörth 18,6 °dH hart
Bockhorn 19 °dH hart
Pastetten 17,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Walpertskirchen

Unter Walpertskirchen liegt kein reiner Kalkstock, sondern das Bodenmosaik des tertiären Alpenvorlands. Im Untergrund wechseln Sande, Kiese, Mergel und tonige Schichten der Molasse, darüber lagern eiszeitliche Deckschichten aus Moränenmaterial und Schottern. Diese Ablagerungen kamen mit den Vorstößen der Gletscher aus den Alpen und mit den Schmelzwässern in das heutige Erdinger Land. Vor allem die Kiese und Sande wirken wie ein Speicher für Grundwasser, während Mergel und tonige Lagen das Wasser länger im Untergrund halten. Auf dem Weg durch diese Schichten löst es Calcium und Magnesium aus den karbonathaltigen Bestandteilen. Genau daraus entsteht der harte Wert von 19,6 °dH. Der Einfluss der umliegenden Lehm- und Lössböden ist spürbar, doch die entscheidende Prägung kommt aus dem kiesigen Vorland, das im Landkreis Erding weite Teile des Trinkwassers trägt. Walpertskirchen bezieht sein Trinkwasser aus dem lokalen Grundwasser des Wassergewinnungsgebiets der Stadtwerke Erding, das über Tiefbrunnen im Erdinger Umland gefasst und aufbereitet wird. Zuständig ist die Stadtwerke Erding Versorgungs GmbH, die das Wasser aus den Brunnen im tertiären Schotterkörper in das Netz einspeist. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle. Die Versorgung hängt vielmehr an den ergiebigen Grundwasserleitern zwischen Sempt, Strogen und den Schotterflächen östlich der Isen. Diese Brunnen fördern Wasser, das lange durch Kies und Sand geströmt ist und dabei seinen Mineralgehalt aufgenommen hat. Darum zeigt sich im Glas ein deutlich härteres Profil als in vielen Orten Bayerns, die mit Quellwasser aus den Alpen oder mit weicherem Mischwasser arbeiten. Der Vergleich mit den Nachbarn fällt klar aus. In den Gemeinden des Erdinger Umlands liegt die Härte oft ebenfalls im harten Bereich, doch Walpertskirchen steht mit 19,6 °dH ziemlich typisch für das nördliche Voralpenland. Gegenüber wasserärmeren Regionen Oberbayerns mit alpennahen Quellen wirkt das Wasser hier spürbar mineralreicher. Der Gegensatz zeigt sich schon wenige Kilometer weiter, wo andere Versorgungsräume auf flachere oder anders geschichtete Grundwasserleiter zugreifen. Walpertskirchen ist damit ein Ort, an dem die eiszeitliche Landschaft bis heute den Charakter des Trinkwassers bestimmt: kein Bergquellwasser, sondern Grundwasser aus dem Schotter der Molasselandschaft, geprägt von Moränen, Kiesen und Mergeln des Erdinger Landkreises.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Erding

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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