Wasserhärte in Weil

PLZ 86947 · Landsberg am Lech, Bayern

18,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Ammerseegruppe

Website

Praktische Tipps bei 18,2 °dH

Spülmaschine

Bei 18,2 °dH in Weil: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Weil liegt mit 18,2 °dH 0,9 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Weil
18,2
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Weil liegt mit 18,2 °dH 3,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Weil
18,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Penzing 19,6 °dH hart
Kaufering 20,2 °dH hart
Scheuring 16,2 °dH hart
Landsberg am Lech, GKSt 18,9 °dH hart
Geltendorf 18,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Weil

Das Trinkwasser in Weil kommt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Ammerseegruppe, dessen Gewinnungsanlagen südwestlich des Ortes im Moränen- und Schottergebiet des Lechrains liegen. Dort speisen tiefe Brunnen und Fassungsanlagen das Netz, das über die Aufbereitung und Verteilung aus dem Raum um Eresing, Windach und die Ammerseeufer hinaus auch Weil versorgt. Der Standort im Landkreis Landsberg am Lech ist dabei kein Zufall: Zwischen den eiszeitlichen Schottern, kiesigen Grundwasserleitern und den kalkreichen Ablagerungen der Voralpen hat sich ein Wasser gebildet, das unterwegs viel Calcium und Magnesium aufnimmt. Genau daraus wächst der Härtewert von 18,2 °dH. Auch die Nähe zum Lech prägt das Bild. Der Fluss hat in langen Zeiträumen mächtige Kieskörper hinterlassen, durch die Niederschläge schnell einsickern und das Grundwasser auf seinem Weg mineralisch angereichert wird. Die Böden rund um Weil sind deshalb kein weicher, dünner Deckel, sondern ein kalk- und kiesreiches System, das hartes Wasser liefert. Weil unterscheidet sich damit spürbar von Orten, die stärker von weichem Voralpen- oder Moorwasser geprägt sind. In Teilen des bayerischen Alpenvorlands, besonders dort, wo Quellen direkt aus jüngeren Schichten oder aus geschützten Einzugsgebieten kommen, liegen die Härtegrade oft deutlich niedriger. Im Gebiet um Landsberg am Lech und am westlichen Rand des Ammersees ist das Gegenteil typisch: der Untergrund aus Schotter, Moränenmaterial und kalkhaltigen Sedimenten macht das Wasser kräftiger mineralisiert. Auch Nachbarorte im gleichen Versorgungsraum zeigen deshalb ähnliche Werte, während weiter entfernte Regionen Bayerns mit anderen Gesteinen und anderen Wasserwerken deutlich weichere Profile haben. Weil steht damit genau an der Schnittstelle zwischen Lechschotter, Ammerseeeinfluss und Voralpenrand. Der Versorger nutzt diese lokale Hydrogeologie direkt, statt Fernwasser aus großen Talsperren zu beziehen. Das Ergebnis ist ein hartes, geologisch klar geprägtes Trinkwasser, das aus der Landschaft selbst kommt und sich von vielen bayerischen Mittelgebirgs- und Alpenrandorten in seiner Mineralisierung sichtbar abhebt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Ammerseegruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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