Wasserhärte in Wilhelmsdorf

PLZ 91489 · Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Bayern

23,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Fernwasserversorgung Franken

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Praktische Tipps bei 23,1 °dH

Spülmaschine

Bei 23,1 °dH in Wilhelmsdorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Wilhelmsdorf liegt mit 23,1 °dH 5,8 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Wilhelmsdorf
23,1
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Wilhelmsdorf liegt mit 23,1 °dH 8,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wilhelmsdorf
23,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Emskirchen 23,1 °dH hart
Hagenbüchach 23,1 °dH hart
Oberreichenbach 15 °dH hart
Aurachtal 22,5 °dH hart
Gerhardshofen 26,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wilhelmsdorf

Das Trinkwasser in Wilhelmsdorf kommt über die Fernwasserversorgung Franken aus dem Wasserwerk Uehlfeld im Aischgrund. Dort wird vor allem Grundwasser aus den Brunnen im Talraum der Aisch gewonnen und nach Aufbereitung in das Netz des Zweckverbands abgegeben. Von dort gelangt es nach Wilhelmsdorf und in die umliegenden Orte des westlichen Mittelfrankens. Die Härte von 23,1 °dH passt zu diesem Ursprung: Das Wasser sickert durch Gesteine und Lockersedimente, die im Aischgrund und im Umland kalkreich sind. Mergel, Keuper- und Muschelkalkschichten geben Calcium und Magnesium an das Grundwasser ab. Darum ist das Wasser hier deutlich härter als in vielen Regionen Bayerns, die von weichem Alpen- oder Voralpenwasser profitieren. Wilhelmsdorf liegt nicht am Rand eines großen Mittelgebirges mit kristallinem Gestein, sondern in einer Landschaft aus fruchtbaren, tonigen und kalkhaltigen Böden zwischen Aisch, Ehe und den flachwelligen Höhen des Steigerwaldvorlands. Diese Schichten speichern Wasser gut, geben aber auch Mineralstoffe ab. Genau darin liegt der Grund für den hohen Härtewert. Der Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim ist geologisch ein Bereich des fränkischen Keupers mit Kalk- und Mergelanteilen, und das prägt das Trinkwasser stärker als nahe Flüsse selbst. Im Vergleich zu Orten mit Quelleinzugsgebieten im Sandstein oder zu bayerischen Städten, die mit weicherem Donau-, Alpen- oder Talsperrenwasser versorgt werden, zeigt Wilhelmsdorf ein deutlich mineralreicheres Profil. Bad Windsheim, Neustadt an der Aisch und die kleineren Gemeinden im Aischtal bewegen sich ebenfalls eher im harten Bereich; der Unterschied liegt meist in Nuancen, nicht im Grundcharakter. Gerade diese Lage macht Wilhelmsdorf typisch für den Nordwesten Mittelfrankens und zugleich anders als weite Teile Ober- und Südbayerns. Dort dominiert vielerorts weicheres Wasser aus alpinen Einzugsgebieten oder aus Speichersystemen mit geringerer Mineralisation. Wilhelmsdorf bekommt dagegen Aischgrundwasser, das den Weg durch kalkige Schichten und Talfüllungen genommen hat. Das Ergebnis ist ein Wasser, das regional verwurzelt ist und die Geologie des Landkreises direkt ins Glas bringt. Wer die Nachbarorte betrachtet, erkennt das Muster sofort: gleiche Landschaft, ähnliche Bodenwelt, ähnliche Härte. Wilhelmsdorf steht damit exemplarisch für einen Landkreis, in dem der Untergrund den Charakter des Trinkwassers bis heute klar vorgibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Fernwasserversorgung Franken

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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