Wasserhärte in Winterrieden

PLZ 87785 · Unterallgäu, Bayern

16 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Woringer Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 16 °dH

Spülmaschine

Bei 16 °dH in Winterrieden: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Winterrieden liegt mit 16 °dH 1,3 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Winterrieden
16
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Winterrieden liegt mit 16 °dH 1,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Winterrieden
16
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Babenhausen 13,8 °dH mittel
Osterberg 15,6 °dH hart
Boos 17 °dH hart
Egg a.d.Günz 17,2 °dH hart
Oberschönegg 15,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Winterrieden

Unter Winterrieden liegt kein junges, weiches Schotterbett wie in manchen Talauen, sondern der Stoff des Iller-Lech-Gebiets: eiszeitliche Moränen, Kieslagen, Sand und dazwischen kalkhaltige Mergel aus dem Molassebecken. Diese Schichten kamen mit den Vorstößen der Gletscher aus den Alpen in die Region und wurden nach dem Rückzug des Eises von Schmelzwässern umgelagert, sortiert und wieder verfestigt. Genau darin steckt der Grund für den Härtewert von 16 °dH. Das Wasser sickert durch kalkreiche Böden und Gesteine, nimmt unterwegs Calcium und Magnesium auf und bleibt dadurch deutlich härter als in vielen bayerischen Mittelgebirgsräumen. Unterallgäu ist geologisch ein Übergangsland zwischen den letzten Moränenzügen, den alten Schotterflächen und den Flusssystemen von Iller und Günz, die das Grundwasser ständig nachspeisen und zugleich mit Mineralien anreichern. Winterrieden liegt damit näher an einem kalkigen Voralpen-Erbe als an den weichen, granitischen oder sandigen Wassern weiter nördlich im Land. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem Stausee, sondern aus regionalen Grundwasservorkommen und Tiefbrunnen im Netzverbund des Unterallgäus. Zuständig ist der Zweckverband zur Wasserversorgung der Woringer Gruppe, der auch Winterrieden über das Leitungsnetz versorgt. Gefördert wird das Wasser aus mehreren Brunnen im Einzugsbereich der Lech-Iller-Schotterflächen, wo gut durchlässige Kiese und Sande große Grundwasserspeicher bilden. Diese Lagerstätten sind typisch für die Gegend zwischen Memmingen, Babenhausen und den kleineren Orten des Landkreises. Das Wasser bleibt dabei mineralreich, weil es lange in Kontakt mit kalkführenden Schichten steht, bevor es in die Haushalte gelangt. Quellen an der Oberfläche spielen hier eine geringere Rolle als das unterirdische Reservoir, das im Allgäuer Vorland seit der Eiszeit aufgebaut wurde. Winterrieden liegt damit deutlich auf der härteren Seite des bayerischen Spektrums. In vielen Teilen des Bayerischen Waldes oder auf kristallinem Untergrund in anderen Regionen ist Trinkwasser spürbar weicher, weil dort weniger Kalk gelöst wird. Auch innerhalb des Unterallgäus unterscheiden sich die Orte je nach Brunnenfeld und Untergrund. Dort, wo mehr Moor, feine Sedimente oder jüngere, weniger kalkreiche Schichten dominieren, fällt die Härte oft niedriger aus. Winterrieden steht auf dem mineralreichen Schotter- und Mergeluntergrund des Voralpenlands, und genau diese Lage prägt den Wert. Wer die Nachbarorte betrachtet, erkennt schnell das Muster: Orte auf denselben eiszeitlichen Ablagerungen teilen meist ähnliche Wasserwerte, während Gemeinden mit anderem Gewinnungsgebiet und anderer Geologie merklich abweichen. Winterrieden ist deshalb ein typisches Beispiel für ein Unterallgäuer Wasser, das seine Herkunft im Boden nicht versteckt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Woringer Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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