Wasserhärte in Affler

PLZ 54689 · Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz

14,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Kommunale Netze Eifel AöR

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Praktische Tipps bei 14,1 °dH

Spülmaschine

Bei 14,1 °dH in Affler: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Affler liegt mit 14,1 °dH 0,8 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Affler
14,1
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Affler liegt mit 14,1 °dH 0,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Affler
14,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Übereisenbach 14,1 °dH mittel
Preischeid 15,2 °dH hart
Dauwelshausen 14,1 °dH mittel
Sevenig bei Neuerburg 14,1 °dH mittel
Gemünd 13,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Affler

Unter Affler liegen keine jungen Moränen und kein weicher Flusssand, sondern die alten Schichten der Südeifel: Buntsandstein, dazwischen Mergel und tonige Lagen, darüber verwitterte Deckschichten aus Löss und Hangschutt. Diese Gesteine stammen aus sehr unterschiedlichen Erdzeiten. Der Buntsandstein wurde als festes Festlandsediment abgelagert, später von Hebungen und Erosion freigelegt. Mergel und Kalkanteile kamen als marine Ablagerungen hinzu, als das Gebiet zeitweise von flachen Meeren geprägt war. Seitdem hat Regenwasser über Jahrmillionen Mineralien aus dem Untergrund gelöst, besonders Calcium- und Magnesiumverbindungen. Genau daraus ergibt sich der Härtewert von 14,1 °dH: mittel, aber mit deutlicher geologischer Handschrift der Eifelränder. Anders als in Gegenden mit reinem Basalt oder sehr kalkarmen Sanden fällt das Wasser hier nicht weich aus, weil die Böden und Gesteinswechsel im Untergrund mehr Härtebildner abgeben. Die nahen Täler und Bäche der Grenzlage zur luxemburgischen Eifel sorgen zusätzlich dafür, dass Quell- und Grundwasser immer wieder durch solche Schichten wandern und dabei Mineralstoffe aufnehmen. Das Trinkwasser kommt in diesem kleinen Ort nicht aus einer großen Talsperre, sondern aus dem regionalen Leitungsnetz des Zweckverbands, der die Südeifel versorgt. Maßgeblich ist hier der Zweckverband Wasserwerk Bitburg, der über Brunnen und Quellfassungen im Eifelkreis fördert und das Wasser über Speicher und Verbundleitungen in die Ortsnetze bringt. Für Affler ist damit vor allem das regionale Grundwasser entscheidend, nicht ein Fernwasser aus anderen Landesteilen. Die Herkunft aus tiefen, von Sandstein und Mergel geprägten Schichten erklärt auch, warum das Wasser stabil und mineralisch bleibt. Die Versorgung ist typisch für den nördlichen Eifelrand: kleine Ortschaften wie Affler hängen an einem eng geknüpften Netz aus örtlichen Gewinnungsanlagen, während größere Orte im Kreis teils andere Mischungen aus Quellen und Brunnen erhalten. Genau darin liegt der Unterschied zu vielen Nachbardörfern mit noch härterem, teils stärker kalkgeprägtem Wasser oder zu Teilen von Rheinland-Pfalz mit deutlich weicheren Werten aus Rheinauen und vulkanischen Gebieten. Affler steht geologisch zwischen beiden Welten: nicht hart wie reine Kalkstandorte, nicht weich wie Sand- oder Basaltgebiete, sondern mittig und eigenständig durch den Wechsel von Buntsandstein, Mergel und den Wasserwegen der Südeifel.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Kommunale Netze Eifel AöR

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