Wasserhärte in Aitrang

PLZ 87648 · Ostallgäu, Bayern

19,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeindliche Wasserversorgung Aitrang

Website

Praktische Tipps bei 19,8 °dH

Spülmaschine

Bei 19,8 °dH in Aitrang: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Aitrang liegt mit 19,8 °dH 2,5 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Aitrang
19,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Aitrang liegt mit 19,8 °dH 5,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Aitrang
19,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ruderatshofen 19,6 °dH hart
Unterthingau 17,8 °dH hart
Friesenried 19,6 °dH hart
Kraftisried 17,8 °dH hart
Günzach 17,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Aitrang

19,8 °dH — was steckt dahinter? Aitrang liegt am Rand des Ostallgäuer Moränen- und Molasselands, dort, wo eiszeitliche Schotter, kalkreiche Ablagerungen und der Einfluss der Alpenvorlandgeologie das Trinkwasser prägen. Regen und Schmelzwasser sickern durch Kies, Sand und mergelige Schichten, nehmen dabei viel Calcium und Magnesium auf und kommen mit einem deutlich härteren Profil wieder ans Licht. Die Umgebung mit Günz- und Wertachraum, mit kleinen Bächen, Quellmulden und den sanften Hügeln zwischen Aitrang, Ruderatshofen und Marktoberdorf, liefert also kein weiches Mittelgebirgswasser, sondern ein mineralreiches Voralpenwasser. Genau diese geologische Signatur erklärt den Wert von 19,8 °dH im Ort: hart, aber typisch für das Ostallgäu, und spürbar mineralischer als viele nord- und westbayerische Regionen mit ihren weicheren Grundwässern. Das Trinkwasser kommt aus regionalen Grundwasservorkommen und wird über das örtliche Leitungsnetz des Wasserwerks Aitrang bereitgestellt. Versorgt wird die Gemeinde von der kommunalen Trinkwasserversorgung Aitrang, die auf Brunnen aus dem nahen Gemeindegebiet setzt und das Wasser ohne weite Fernleitung ins Netz bringt. Entscheidend ist dabei die Nähe zu den eigenen Fassungen im Voralpenraum: kein alpines Talsperrenwasser, kein überregionaler Fernverbund, sondern lokales Grundwasser aus den Schichten unter der Gemeinde. Wer durch die Nachbarorte fährt, merkt den Unterschied schnell. Richtung Kaufbeuren und weiter ins Lechgebiet fällt die Härte oft etwas anders aus, während Aitrang stärker vom kalkreichen Untergrund des Ostallgäus geprägt bleibt. Gegenüber vielen Orten in Oberbayern mit ähnlich geformter Landschaft liegt Aitrang im mittleren bis hohen Härtebereich, und das passt zu den Gesteinen, die hier seit der Eiszeit den Wasserweg bestimmen. Aitrang steht damit zwischen den weichen Wasserlandschaften des Allgäuer Alpenrandes und den teils noch härteren Grundwässern der Schotterebenen weiter nördlich. Der Ort bezieht sein Wasser nicht aus einer Talsperre und nicht aus einem fernen Verbund, sondern aus der eigenen, bodennahen Wasserreserve des Landkreises Ostallgäu. Das macht die Versorgung ortsgebunden und geologisch klar lesbar: wo der Untergrund kalkreich ist, wird auch das Trinkwasser härter. Aitrang zeigt diese Handschrift deutlich, und gerade im Vergleich zu Nachbargemeinden wird sichtbar, wie stark der lokale Untergrund den Charakter des Wassers bestimmt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeindliche Wasserversorgung Aitrang

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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