Wasserhärte in Friesenried

PLZ 87654 · Ostallgäu, Bayern

19,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeinde Friesenried

Website

Praktische Tipps bei 19,6 °dH

Spülmaschine

Bei 19,6 °dH in Friesenried: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Friesenried liegt mit 19,6 °dH 2,3 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Friesenried
19,6
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Friesenried liegt mit 19,6 °dH 4,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Friesenried
19,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Irsee 18 °dH hart
Eggenthal 19,1 °dH hart
Aitrang 19,8 °dH hart
Kaufbeuren 20 °dH hart
Pforzen 19,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Friesenried

22,7 °dH — was steckt dahinter? In Friesenried prägt vor allem die eiszeitliche Molasselandschaft des Ostallgäus das Wasser. Niederschlag sickert durch lehmige Deckschichten und löst unterwegs Kalk und Dolomit aus den Schottern, Mergeln und sandigen Ablagerungen der Voralpenzone. Das Wasser legt einen langen Weg durch Grundwasserleiter zurück, bevor es in die Hausanschlüsse gelangt. Genau dieser geologische Untergrund sorgt für den hohen Härtewert. Die Umgebung ist von glazial geformten Rücken, Mulden und kleinen Bachtälern bestimmt; Bäche wie die Wertach im weiteren Umfeld und die zahlreichen Entwässerungsgräben der Moränenlandschaft zeigen, wie stark Wasser hier mit Mineralien in Kontakt kommt. Im Vergleich zu weichen Wässern aus reinen Sand- oder Moorgebieten liegt Friesenried klar auf der kalkreichen Seite. Gegenüber vielen Orten im Alpenvorland ist der Wert dadurch eher am oberen Rand, in Bayern aber keineswegs ungewöhnlich, weil die Molassezone vom Allgäu bis ins Voralpenland vielerorts ähnliche Härten hervorbringt. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Friesenrieder Gruppe. Gefördert wird es aus örtlichen Grundwasserbrunnen im Gemeindegebiet und aus benachbarten Gewinnungsanlagen, die in den wasserreichen Schotter- und Moränenschichten des Ostallgäus liegen. Dort speisen tiefere, gut geschützte Grundwasserhorizonte die Versorgung. Keine Talsperre, kein Fernwasser aus den Alpen, sondern lokales Grundwasser aus dem Untergrund zwischen Friesenried, Eggenthal und den angrenzenden Weilern. Die Aufbereitung bleibt gering, weil das Wasser aus den Brunnen bereits in einer für die Region typischen, mineralreichen Qualität ankommt. Genau deshalb trägt der Härtewert die Handschrift des Bodens und nicht die eines weit entfernten Speichers. Der Unterschied zu den Nachbarorten sitzt im Detail der Geologie. Richtung Kaufbeuren und in Teilen des Unterallgäus wechseln sich ähnliche, aber oft etwas weichere Brunnenwässer mit stärker schwankenden Grundwasserständen ab. In tieferen Talräumen und dort, wo Moor- oder Kieslagen dominieren, fällt die Härte meist niedriger aus. Friesenried bleibt dagegen in einer Zone, in der kalkführende Gesteine und eiszeitliche Ablagerungen das Wasser deutlich mineralisieren. Auch innerhalb Bayerns steht der Ort damit nicht am Rand, sondern mitten in einer typischen Voralpenlage: härter als viele moornahen oder sandigen Regionen, aber vergleichbar mit anderen Gemeinden im Ostallgäu, die ebenfalls aus Grundwasser in der Molasselandschaft versorgt werden. Der eigene Charakter steckt hier also weniger im Netz als im Untergrund, den die letzten Eiszeiten hinterlassen haben.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Friesenried

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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