Wasserhärte in Ammerthal

PLZ 92260 · Amberg-Sulzbach, Bayern

13,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Ammerthal-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 13,9 °dH

Spülmaschine

Bei 13,9 °dH in Ammerthal: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Ammerthal liegt mit 13,9 °dH 3,4 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Ammerthal
13,9
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Ammerthal liegt mit 13,9 °dH 0,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ammerthal
13,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Eichen 14 °dH mittel
Ursensollen 14,9 °dH hart
Poppenricht 12,1 °dH mittel
Illschwang 15,1 °dH hart
Sulzbach-Rosenberg, St 14,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ammerthal

Ammerthal liegt in einer Landschaft aus Juragestein, die den Landkreis Amberg-Sulzbach prägt. Unter dem Ort dominieren Kalk- und Dolomitbänke des Fränkischen Juras, darüber liegen verwitterte Lehme und örtlich sandige Deckschichten aus alten Flussablagerungen. Diese Schichten entstanden, als das Gebiet aus Meeresablagerungen des Erdmittelalters aufgebaut wurde und später durch Hebung, Verkarstung und Eiszeitmaterial überprägt wurde. Das Wasser sickert deshalb nicht nur durch harte Kalksteine, sondern nimmt auf seinem Weg auch gelöste Mineralien aus Mergel und Kalk auf. Daraus ergibt sich der Wert von 13,9 °dH. Er liegt im mittleren Bereich, weil das Wasser in dieser Jurazone deutlich mehr Calcium und Magnesium bindet als in den Granit- und Gneisgebieten der Oberpfalz, aber weniger als in manchen stark karbonatischen Karstlagen weiter südlich. Die Versorgung vor Ort kommt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Ammerthal-Gruppe. Das Wasser stammt aus örtlichen Tiefbrunnen und Quellgebieten im Umfeld des Ampertals und der angrenzenden Hügellandschaft, nicht aus einer fernen Talsperre. In diesem Teil der Oberpfalz bestimmen kleine Grundwasserleiter in den Kalk- und Sandlagen die Qualität. Sie werden von Niederschlägen gespeist, die über die offenen Böden und die geklüfteten Juragesteine einsickern. Das macht das Wasser mineralisch, aber nicht hart im Ausmaß mancher alpenferner Kalkregionen. Gegenüber Nachbarorten wie Ursensollen, Poppenricht oder Hahnbach bleibt Ammerthal damit im selben geologischen Band, zeigt aber je nach Brunnenstandort leichte Unterschiede, weil Mächtigkeit und Zusammensetzung der Deckschichten wechseln. Im Vergleich zu vielen bayerischen Regionen mit weicherem Wald- oder Granitwasser fällt der Kalkgehalt hier klar stärker aus, ohne in extreme Härte zu kippen. Der Charakter des Trinkwassers spiegelt damit die ganze Umgebung zwischen Hirschwald, den sanften Jurahöhen und den Tälern der Vilsregion. Ammerthal steht nicht auf Moor, nicht auf reinem Sand, sondern auf einem Mosaik aus Kalk, Mergel und Verwitterungslehm. Genau deshalb bleibt das Wasser mittelhart und ortstypisch oberpfälzisch: deutlich mineralischer als in den nördlichen Mittelgebirgsräumen Bayerns, aber nicht so stark kalkgeprägt wie in manchen Karstdörfern der Alb. Wer das Glas aus Ammerthaler Leitungen füllt, trinkt also kein beliebiges Bayernwasser, sondern Grundwasser, das den geologischen Untergrund des Ortes direkt widerspiegelt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Ammerthal-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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