Wasserhärte in Baar

PLZ 56729 · Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz

14,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Mosel

Website

Praktische Tipps bei 14,6 °dH

Spülmaschine

Bei 14,6 °dH in Baar: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Baar liegt mit 14,6 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Baar
14,6
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Baar liegt mit 14,6 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Baar
14,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Welschenbach 13,5 °dH mittel
Herresbach 13,5 °dH mittel
Virneburg 12,9 °dH mittel
Acht 13,5 °dH mittel
Siebenbach 13,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Baar

Unter Baar liegen die Gesteine des Osteifel-Vulkangebietes. Basalt, Tuff, Asche und verwitterte vulkanische Ablagerungen prägen den Untergrund, dazu kommen in Mulden und Tälern lehmige Deckschichten und einzelne kalkarme Sande. Diese Schichten wurden nicht am Ort abgelagert, sondern von den Eruptionen der Eifel herangeschafft und später durch Frost, Regen und Bachläufe umgelagert. Das Grundwasser läuft deshalb nicht nur durch lockeren Boden, sondern auch durch Mineralien, die aus dem vulkanischen Gestein ausgewaschen werden. Genau dort liegt der Grund für den Wert von 14,6 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch Basalt und die randlichen Sedimente Calcium und Magnesium auf. Im Vergleich zu Orten mit reinem Schiefer- oder Sandsteinuntergrund ist Baar damit deutlich härter. Gegenüber vielen Gemeinden im Hunsrück oder in der nördlichen Eifel fällt der Unterschied auf, weil dort häufiger weichere, gering mineralisierte Wässer vorkommen. In der Umgebung von Baar spielen zudem die Täler von Nette, Elz und den kleineren Quellbächen eine Rolle, weil sie das Wasser aus den höher gelegenen Eifelhängen sammeln und in die Versorgungsnetze einspeisen. Das Trinkwasser für Baar kommt aus dem Netz des örtlichen Regionalversorgers, der die Hochzone der Verbandsgemeinde mit aufbereitetem Mischwasser beliefert. Die Versorgung stützt sich auf Tiefbrunnen und Quellfassungen im Mayen-Koblenzer Umland, ergänzt durch Verbundbezug aus den Anlagen des Zweckverbands. Typisch für diese Ecke ist, dass nicht ein einzelner großer Stausee das Bild bestimmt, sondern mehrere Gewinnungsstellen in den Tälern und am Rand der Vulkankuppen. Das Wasser wird dort gefasst, gefördert und über Druckleitungen in die Orte verteilt. Baar steht damit in einer Linie mit den Nachbargemeinden der Osteifel, bekommt aber im direkten Vergleich ein spürbar mineralreicheres Wasser als viele Orte weiter westlich auf den freieren Hochflächen. Gegenüber dem unteren Rheintal und Teilen von Rheinland-Pfalz mit weicherem, staugereinigtem oder quarzdominiertem Wasser ist der Unterschied klar: Hier bestimmt der vulkanische Untergrund das Profil, nicht ein großes Flusswasserwerk. Diese Lage macht Baar wassergeologisch eigenständig. Der Ort sitzt nicht auf Kalkplateau oder jungem Moränenmaterial, sondern auf dem raueren Unterbau der Osteifel. Deshalb bleibt der Härtewert höher als in vielen Nachbarorten im gleichen Landkreis, wo Mischungen aus anderen Quellen oder geringere Mineralführung der Brunnen zu weicheren Werten führen. Baar erhält sein Trinkwasser aus einem regionalen Verbund, der auf die lokale Geologie reagiert und die Vulkankuppen, Täler und Quellhorizonte der Umgebung nutzt. So spiegelt jedes Glas Wasser die Landschaft zwischen den Eifelhöhen und den Bachläufen des Mayen-Koblenzer Umlands wider.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Mosel

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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