Wasserhärte in Bad Boll

PLZ 73087 · Göppingen, Baden-Württemberg

15,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Gemeinde Bad Boll

Website

Praktische Tipps bei 15,3 °dH

Spülmaschine

Bei 15,3 °dH in Bad Boll: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Bad Boll liegt mit 15,3 °dH 0,6 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Bad Boll
15,3
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Bad Boll liegt mit 15,3 °dH 0,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bad Boll
15,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dürnau 14,8 °dH hart
Heiningen 14,8 °dH hart
Zell unter Aichelberg 12,7 °dH mittel
Gammelshausen 14,8 °dH hart
Hattenhofen 14,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bad Boll

Zwischen den steilen Albtraufhängen, den warmen Tälern des Vorlandes und den Mulden des Filstals sammelt sich das Wasser für Bad Boll auf seinem langen Weg durch Kalk und Mergel. Der Ort liegt am Rand der Schwäbischen Alb, dort, wo Regen nicht einfach abfließt, sondern durch verkarstete Schichten dringt, Mineralien löst und wieder als Grundwasser austritt. Der Härtewert von 15,3 °dH passt zu diesem Untergrund: Jurakalk, tonige Zwischenlagen und lösshaltige Deckschichten liefern viel Calcium und Magnesium. Auch die kleinen Gewässer der Umgebung, vom Boller Bach bis zu den Zuflüssen Richtung Fils, prägen den Wasserhaushalt nur indirekt. Sie speisen das Grundwasser nicht als große Flüsse, sondern als Teil eines fein verzweigten Systems aus Niederschlag, Versickerung und Quellaustritt. Im Vergleich zu Orten mit weicherem Schwarzwaldwasser ist Bad Boll deutlich mineralreicher; selbst gegenüber manchen Nachbarn im Kreis Göppingen wirkt das Wasser merklich härter, weil hier der Karst der Alb und das kalkige Vorland stärker durchschlagen. Versorgt wird Bad Boll über die örtliche kommunale Wasserversorgung, die auf Brunnen und Quellwasser aus dem nahen Einzugsgebiet setzt und das Wasser in das Netz der Gemeinde einspeist. Entscheidend sind die lokalen Gewinnungsanlagen im Raum Bad Boll und die enge Verbindung zum Wasserverband beziehungsweise zur Gemeindeversorgung im Landkreis Göppingen. Das Wasser kommt also nicht aus einer fernen Talsperre, sondern aus dem unmittelbaren Untergrund der Albvorlandschaft, aus gefassten Quellen und Grundwasserbrunnen, die auf die natürliche Filterwirkung von Boden und Gestein angewiesen sind. Gerade diese Nähe zum Untergrund erklärt den Charakter des Wassers: kurze Wege, kalkreiche Schichten, wenig Fremdwasser, dafür ein klarer geologischer Fingerabdruck. Der Unterschied zu vielen Orten in Baden-Württemberg ist deutlich. Im Schwarzwald, auf Buntsandstein oder in Teilen des Oberrheins ist Trinkwasser oft spürbar weicher, weil dort andere Gesteine dominieren. Bad Boll dagegen steht geologisch näher an den kalkreichen Wasserlandschaften der Alb und des Voralbgebiets. Auch im direkten Umfeld von Göppingen, Heiningen, Dürnau oder Gammelshausen zeigt sich dieses Muster: Die Albkante und das Karstsystem sorgen für härteres Wasser als in Regionen mit silikatischen oder stark sandigen Böden. Bad Boll ist damit ein typischer Ort des Albvorlands, an dem Trinkwasser und Landschaft unmittelbar zusammengehören. Wer hier aus dem Hahn trinkt, bekommt Wasser, das den Kalk der Umgebung in sich trägt und die Geologie des Landkreises Göppingen unverkennbar widerspiegelt.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Bad Boll

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber