Wasserhärte in Barth

PLZ 18356 · Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

27 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasser und Abwasser GmbH Boddenland

Website

Praktische Tipps bei 27 °dH

Spülmaschine

Bei 27 °dH in Barth: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Barth liegt mit 27 °dH 9,2 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Barth
27
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Barth liegt mit 27 °dH 12,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Barth
27
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pruchten 22,3 °dH hart
Divitz-Spoldershagen 20,6 °dH hart
Kenz-Küstrow 21,4 °dH hart
Zingst, Ostseeheilbad 21,4 °dH hart
Fuhlendorf 21,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Barth

Barth liegt deutlich härter als viele Orte im übrigen Mecklenburg-Vorpommern. Mit 27 °dH liegt das Trinkwasser klar über dem Landesbild, das vielerorts von weichem bis mittelhartem Wasser geprägt ist. Der Grund sitzt tief im Untergrund der Vorpommerschen Boddenlandschaft. Zwischen Bodden, Niederungen und den eiszeitlich geformten Sanden und Moränenadern dringt das Wasser beim Versickern länger durch kalkhaltige Schichten, nimmt Mineralien auf und kommt dadurch mit hohem Härtegrad wieder nach oben. An der Ostseeküste fehlen die großen Flüsse und Mittelgebirge, die anderswo das Wasser verdünnen oder aus anderen Gesteinen speisen. Stattdessen prägen Grundwasserleiter aus Sand, Kies und bindigen Ablagerungen das Bild, dazu die Nähe zum Barther Bodden und zur Barthe, die das Landschaftsgefüge, nicht aber eine weiche Trinkwasserquelle liefern. Versorgt wird Barth durch den regionalen Trinkwasserversorger Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen, der die Stadt in seinem Versorgungsgebiet führt. Das Trinkwasser stammt aus Grundwasserbrunnen im regionalen Einzugsraum der Vorpommerschen Küste und wird über das Netz in Barth eingespeist. Gerade dieser Bezug auf lokale Grundwasservorkommen erklärt den deutlich höheren Härtewert. Das Wasser kommt nicht aus einer Talsperre und nicht aus weit entfernten Fernleitungen, sondern aus dem natürlichen Untergrund der Region, der von kalk- und mineralhaltigen Schichten geprägt ist. Darin liegt der Unterschied zu vielen Orten auf Rügen oder im Raum Stralsund, wo die geologischen Verhältnisse stellenweise andere Härtegrade ergeben und das Wasser merklich weicher ausfallen kann. Barth hebt sich damit auch vom Umland ab. Richtung Zingst, Prerow und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bleibt die Küstenlandschaft zwar ähnlich flach, doch die Wasserhärte kann je nach lokaler Brunnenlage schwanken. Im Vergleich zu weiter westlich gelegenen Orten in Mecklenburg, wo glaziale Ablagerungen und andere Grundwasserhorizonte häufiger zu mittleren Werten führen, steht Barth am harten Ende. Die Lage zwischen Bodden, Barthe und den Ackerflächen des Landkreises Vorpommern-Rügen macht das Wasser mineralreich und standortgebunden. Genau darin liegt der lokale Charakter: Barth bezieht sein Trinkwasser aus einem Untergrund, der die Küstenlandschaft geologisch spürbar mitprägt und der dem Ort einen deutlich markanteren Härtewert gibt als viele Nachbarn im Land.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser und Abwasser GmbH Boddenland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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